Amel Tuka pulverisiert den Meeting-Rekord von Marcin Lewandowski

Bild
 
Timo Benitz (gelbes Trikot) rollt eingangs der Zielgeraden das Feld über 1.000 Meter von hinten auf



Hochkarätiger Meeting-Rekord beim Läufermeeting i Pliezhausen über 600 Meter der Männern: Der Weltjahresbeste über 800 Meter von 2015 siegt in starken 1:15,21 Minuten. Auch über 3000 Meter bei den Frauen wird der Rekord pulverisiert: Konstanze Klosterhalfen läuft 8:55,66 Minuten in einem Sololauf. Der dritte Meeting-Rekord fällt im 100 Meter Lauf der Athletinnen mit Handicap. Lindy Ave (Paralympics Nationalteam) siegt in 13,75 Sekunden. Über 1000 Meter gewinnt Meeting-Rekordhalter Timo Benitz. Im 600 Meterlauf setzt sich Christina Hering gegen Selina Büchel aus der Schweiz und ihre Trainingskollegin Fabienne Kohlmann durch.

"I came here to run good", sagte Amel Tuka (Bosnien & Herzegowina) im Zieleinlauf nach dem Rennen. Und in der Tat, hier in Pliezhausen zeigte er eine hochklassige Leistung! Der Weltjahresbeste von 2015 über 800 Meter hämmerte einen neuen Meeting-Rekord auf die Pliezhäuser Bahn. In 1:15,21 Minuten verbesserte er die bisherige Bestleistung des Europameisters von 2010 Marcin Lewandowski um eine halbe Sekunde und siegte vor Rudolf Zan (1:15,49, Slowenien) sowie Sören Ludolph (1:16,32, LG Eintracht Braunschweig).

Christina Hering gewinnt die 600 Meter

Bei den Frauen waren drei ganz starke Damen am Start, die über 800 Meter alle unter zwei Minuten laufen können. Auch wenn es windig war, ließ von Anfang an Christina Hering (LG Stadtwerke München) keinen Zweifel daran, dass sie hier gewinnen will über die 600 Meter. "Ich habe richtig gut trainiert, deswegen war ich entsprechend selbstbewusst, die Pace von vorne zu machen", sagte die Münchnerin. Und mutig war sie zurecht, sie siegte in 1:27,11 Minuten. Zweite wurde Selina Büchel (1:27,12, Schweiz) vor Fabienne Kohlmann (1:27,79, LG Stadtwerke München).

Klosterhalfen pulverisiert in einem Sololauf den Meetingrekord

In ihrem letzten Jugendjahr zeigte Konstanze Klosterhalfen in ihrem ersten Rennen der Saison gleich einen beeindruckenden Sololauf über 3000 Meter. Sie lief von Beginn an von der Spitze weg und verbesserte den Meeting-Rekord auf 8:55,66 Minuten. Damit unterbot sie die Bestzeit aus dem Vorjahr von Elina Sujew (9:04,30) deutlich.

Bei den Männern lief Martin Sperlich vom VfB LC Friedrichshafen erstmals knapp unter acht Minuten (7:59,06). Er musste sich aber dem Belgier Simon Debognies (7:57,84 Minuten) auf der Zielgeraden knapp geschlagen geben.

Foto
Zum ersten Mal unter 8 Minuten über 3.000 Meter: Martin Sperlich (blaues Trikot) vom VfB LC Friedrichshafen

Timo Benitz wiederholt seinen Sieg von 2014 über 1000 Meter

Der Meeting-Rekordhalter von 2014, Timo Benitz, war erneut nach Pliezhausen gekommen um die 1000 Meter zu gewinnen. Und das gelang dem Studenten von der LG Farbtex Nordschwarzwald in seiner ihm eigenen Art und Weise. Bis 600 Meter rollte er im Feld mit, um dann auf der Schlussrunde die Pace zu erhöhen. Er überholte einen Läufer nach dem anderen: Seinem Schlussspurt auf der Zielgeraden konnte keiner seiner Konkurrenten folgen und so gewann Benitz in 2:18,54 Minuten das Rennen. Mit Charles Grethen (Luxemburg, 2:18,94), Sebastian Keiner (LAC Erfurt Top Team, 2:19,19) und Eliud Kiptoo Rutto (Kenia, 2:19,36) blieben sogar noch drei weitere Athleten unter der magischen 2:20 Minuten-Marke und sorgten so für das in der Breite schnellste Rennen im Pliezhäuser Schönbuchstadion.

Auch Denise Krebs vom TV Wattenscheid war schon oft in Pliezhausen am Start und stieg nach einer Durststrecke 2015 über 1000 Meter in die Saison ein. Sie wählte eine ähnliche Renntaktik wie Benitz und ließ die Sujew-Twins Elina und Diana vorneweg laufen. Den besten Endspurt hatte dann aber Krebs. Sie freute sich über diesen großen Schritt auf ihrem Weg zurück in die Spitze: "Der Sieg war ganz wichtig für mich. Ich bin wieder da. Die Zeit hätte schneller sein können, es war aber auch windig." Der nächste Schritt soll nun die EM-Norm von 4:09 Minuten über 1500 Meter sein. Sollte dies gelingen, will sie auch die Olympianorm von 4:07 Minuten angreifen.

Joanna Linkiewiecz vor Jackie Baumann über 300 Meter Hürden

Im ersten Duell des Tages über 300 Meter Hürden setzte sich die Polin Joanna Linkiewiecz (39,2 Sekunden) klar gegen Lokalmatadorin Jackie Baumann (40,5 Sekunden) durch.
Bei den Männern siegte Georg Fleischhauer überlegen in 36,6 Sekunden."Der erste Lauf war ganz okay, auch wenn ich gerne etwas schneller gewesen wäre. Ich bin zum zweiten Mal in Pliezhausen dabei gewesen und es gefällt mir sehr gut hier. Es war ein gutes Training."

Über 150 Meter der Männer kam es zu einem Überraschungssieg: Der Thailänder Jirapong Meenapra setzte sich in 15,50 Sekunden klar gegen den 400-Meter-Spezialisten Kamghe Gaba (LG Eintracht Frankfurt, 15,83) durch. Dazwischen schob sich Lokalmatador Moritz Riekert (LAV Stadtwerke Tübingen, 15,75).

Meeting-Rekord bei den paralympischen 100 Metern

Die Athletinnen der paralympischen Nationalmannschaft sorgten ebenfalls für einen Höhepunkt des diesjährigen Läufermeetings: Lindy Ave setzte sich in 13,75 Sekunden vor der Britin Katrina Hart (14,41) und ihrer Nationalmannschaftskollegin Maria Seifert (14,53) durch. Über 400 Meter verfehlte Nationalsprinterin Isabelle Foerder die Paralympics-Norm für Rio (1:07,93) in 1:16,01 Minuten deutlich.

WLV Team-Lauf-Cup 2017

Bei den Männern über 4x100 Meter gab es gleich beim ersten Auftritt der thailändischen Nationalstaffel (Namsuwun, Promkaew, Meenapra und Sathoengram) den ersten Sieg: 39,69 Sekunden. Und damit die zweitbeste Zeit, die jemals beim Meeting gelaufen wurde. Schneller war nur die DLV-Staffel (Ostwald, Blume, Kosenkow und Schacht) im Jahr 2002 in 39,11 Sekunden. Bei den Frauen setzten sich die beiden U20-Staffeln des DLV vor den Thailänderinnen durch. Die Siegerzeit von Katrin Fehm, Keshia Kwadwo, Eleni Frommann und Chantal Butzek lautet 44,25 Sekunden (zweitbeste Zeit in den Meeting Top-6).

Kamghe Gaba wieder zurück: Sieg über 300 Meter

Er war ein Jahr verletzt, aber nun ist er wieder da und ist gut drauf. In Pliezhausen zeigte Kamghe Gaba (LG Eintracht Frankfurt) neue persönliche Bestleistungen über 150 und 300 Meter. Insbesondere über die 300 Meter konnte er sich gegen Rafal Omelko (Polen, Bronzemedaillengewinner bei der Hallen-EM 2015) durchsetzen. "Vor dem Rennen dachte ich, dass ich keine Chance gegen ihn habe, aber im Rennen habe ich mich immer besser gefühlt und ihn auf der Zielgeraden eingefangen", sagte der 400 Meter-Läufer nach dem Lauf. Gaba war nach 32,65 Sekunden im Ziel. Dahinter kam Rafal Omelko nach 32,74 Sekunden vor dem Thailänder Kunanon Sukkaew (33,84 Sekunden) auf Rang zwei.

Gabas Kollegin von der LG Eintracht Frankfurt, Julia Gärter, ließ sich den Sieg über 300 Meter nicht von Hendrikje Richter (SCC Berlin) wegschnappen. Mit 38,15 Sekunden kam sie zwei Hundertstel vor der Berlinerin ins Ziel. Dritte wurde Anna-Sophie Bellerich in 38,44 Sekunden (SC Rönnau 74).

(her/frka)

>> Zu den Ergebnissen des Läufermeetings in Pliezhausen
 
Zurück 

Unsere Partner

Top Events

Deutsche Hallenmeisterschaften 2018Leichtathletik-EM 2018

AKTUELL

WLV Bestenliste

WLV-Bestenliste

Cosa Win

CosaWin