Die Landesverbände Baden, Bayern und Württemberg machen sich selbständig

Bild
 
Wollen gemeinsam mit einem eigenen Team nach Rio: Die Präsidenten Jürgen Scholz (Württemberg), Wolfgang Schöppe (Bayern) und Philipp Krämer (Baden) - v.links



Am Rande der traditionellen Ostertagung des Süddeutschen Leichtathletik-Verbandes kam es zu einem Paukenschlag, den so niemand erwartet hätte. Die Landesverbände Baden, Bayern und Württemberg machen sich selbständig.

Weil sie mit der aktuellen Entwicklung des DLV nicht zufrieden zu sein schienen, ergriffen die Präsidenten der Landesverbände Bayern, Baden und Württemberg mit ihrem Vorstoß die Initiative, aus dem Bundesverband austreten zu wollen. Gleichzeitig forderten sie die anwesenden Kolleginnen und Kollegen auf, es ihnen gleichzutun, denn die süddeutschen Verbände würden als eigene Vereinigung laut BLV-Präsident Philipp Krämer durchaus eine Macht darstellen, da sie ja doch etwas mehr als die Hälfte der Mitglieder des nationalen Verbandes auf sich vereinigen können.

Begeistert von der Idee eines eigenen Verbandes zeigte sich SLV-Präsident Jochen Schweitzer, der hinter verschlossenen Türen mit den anwesenden Vertetern der Landesverbände, welche sich noch nicht gleich zu diesem mutigen Schritt überreden lassen konnten, weiterverhandelte. Man kam zu dem Schluss, dass beitrittswillige Kandidaten bis zum 01.04.2016 außerordentliche Verbandstage zur Befragung ihrer Mitglieder/ Delegierten abhalten müssten, damit zu diesem Stichtag eine Meldung bei der EAA sowie auch der IAAF rechtzeitig bis um 23:59 Uhr eingehen kann. Nur so kann man laut Schweitzer auch gewährleisten, dass es mit einem Start bei den Olympischen Spielen in Rio noch klappen könnte.

Entsprechende Gespräche mit dem Hauptquartier der IAAF in Monaco wurden bereits geführt. IAAF-Präsident Sebastian Coe hat signalisiert, dass er sich freuen würde, eine neue starke Leichtathletik-Macht im Zentrum Europas als 215. IAAF-Mitglied begrüßen zu können. Das Team um die Präsidenten Wolfgang Schoeppe, Jürgen Scholz und Philipp Krämer ist überzeugt davon, eine schlagkräftige Mannschaft an den Zuckerhut schicken zu können. Starten wird man in diesem Jahr unter der württembergischen Flagge, was sich jedoch jährlich, wie auch die Präsidentschaft, ändern soll.

Einen Beigeschmack dürfte das Vorhaben der südlichen Verbände dennoch für den DLV haben: So verliert dieser nicht nur mehr als die Hälfte seiner Mitglieder, sondern es droht auch der Umstand, dass bei einem Beitritt Hessens der nationale Verband seinen Sitz im Ausland haben würde. Wie man mit dieser neuen Situation umgehen werde, konnte man noch nicht in Erfahrung bringen, da sich DLV-Präsident Prokop derzeit noch im Osterurlaub befindet.
 
Zurück 

Unsere Partner

Top Events

Deutsche Hallenmeisterschaften 2018Leichtathletik-EM 2018

AKTUELL

WLV Bestenliste

WLV-Bestenliste

Cosa Win

CosaWin