Der Sindelfinger Glaspalast ist unter Denkmalschutz gestellt

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Der nach den Plänen des Architekten Günther Behnisch gebaute Glaspalast und das von Josef Paul Kleihues entworfene Oktogon wurden vom Landesamt für Denkmalpflege als Kulturdenkmale eingestuft.

Zwei weitere moderne Baudenkmale in Sindelfingen: Der nach den Plänen des Architekten Günther Behnisch gebaute Glaspalast und das von Josef Paul Kleihues entworfene Oktogon wurden vom Landesamt für Denkmalpflege als Kulturdenkmale eingestuft.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer informierte am Dienstag den Gemeinderat über die Entscheidung. Bereits 2014 wurde das Sindelfinger Rathaus unter Denkmalschutz gestellt. „Es ist eine Ehre für uns, dass die Güte der Sindelfinger Bauten erneut durch das Landesdenkmalamt erkannt und bestätigt wurde“, sagte Vöhringer mit einem Augenzwinkern: „Das zeigt, dass Sindelfingen zunehmend als Stadt der Architektur wahrgenommen wird.“

Welche Konsequenzen sich aus der Entscheidung des Landesamts ergeben, könne noch nicht abschließend beurteilt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Die endgültige Begründung des Landesamts liegt noch nicht vor.
„Dass der Glaspalast jetzt zum Denkmal wird, zeigt wie einmalig das Gebäude für Sindelfingen und die Region ist – nimmt der Glaspalast doch neben seiner architektonischen Bedeutung auch als überregionale Sport- und Wettkampfstätte sowie Veranstaltungshalle eine besondere Rolle ein. Zugleich stellen die neuen Kulturdenkmale uns auch vor große Herausforderungen“, sagt Vöhringer. „Im vergangenen Jahr haben wir im Glasplast den ersten Sanierungsabschnitt fertig gestellt. Die Planungen des zweiten Bauabschnitts sind für 2017 angedacht. Auch das Oktogon bedarf der Sanierung.“ Hier werde die Stadt künftig die Vorgaben des Denkmalschutzes beachten müssen, was sich wiederum auf die Kosten auswirken könne.

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Kaum eine Halle dürfte mehr nationale Titelkämpfe erlebt haben wie der Sindelfinger Glaspalast

„Trotzdem sind wir stolz darauf, dass neben dem hochwertigen Denkmalbestand aus früheren Jahrhunderten in Sindelfingen nun mit dem Rathaus, Oktogon und Glaspalast auch wichtige und beliebte öffentliche Bauten des 20. Jahrhunderts auf der Denkmalliste stehen.“, sagt Baubürgermeisterin Dr. Corinna Clemens.

Der Sindelfinger Glaspalast, der bis 1984 Sporthalle Unterrieden hieß, wurde am 5. März 1977 eingeweiht. Das Gebäude wurde nach einem Entwurf des Architekturbüros Behnisch und Partner, das von Günther Behnisch (1952 bis 2010) gegründet wurde, erstellt. Behnisch gilt als Verfechter des demokratischen Bauens ohne Status- und Machtsymbolik. Prägnant sind die gläsern-luftigen Formen seiner Entwürfe, etwa für das Olympia-Gelände in München.

Bericht mit freundlicher Genehmigung der Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung
www.szbz.de


Fotos: Glaspalast
 
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