WLV-Verbandsrat tagt in Sersheim

Sersheim (hs). In der Fessler-Mühle in Sersheim, dem „Wohnzimmer der Leichtathletik“, begrüßte am vergangenen Samstag (21. November) Präsident Jürgen Scholz, bekanntlich im Hauptberuf Bürgermeister der Gemeinde im Kreis Ludwigsburg, die Mitglieder des Verbandsrates des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes (WLV) zur Herbstsitzung, um sie auf den neuesten Stand zu bringen. „Wir sind insgesamt positiv unterwegs“, fasste der WLV-Chef seine Ausführungen vor den rund 30 Vertretern aus den Kreisen und dem Präsidium zusammen.

Sein erstes Lob und Dank ging an die Verantwortlichen in der Politik, die zusammen mit dem organisierten Sport im Land den Solidarpakt III erfolgreich auf den Weg gebracht haben. „Es ist zumindest Licht im Tunnel, um die Sportstätten zu ertüchtigen“, formulierte Jürgen Scholz. Dazu stehen in den nächsten drei Jahren 12,5 Millionen Euro mehr für den Leistungssport zur Verfügung. Dass dieses beim WLV gut angelegt ist, unterstrich der sportliche Rückblick. „Die ArGe baden-württembergischer Leichtathletikverbände war insgesamt erfolgreich wie selten in den vergangenen Jahren“, betonte der Präsident. 56 Athletinnen und Athleten aus Baden-Württemberg bei sieben internationalen Meisterschaften sprechen eine deutliche Sprache. Dazu kamen 20 Medaillen für die Aktiven und 37 für die Jugendlichen bei deutschen Meisterschaften, womit der WLV ganz nebenbei derzeit die Nummer 1 in Deutschland ist.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Nicht nur, dass es Disziplinen wie den 400-Meter-Lauf gibt, wo die Athleten aus dem Ländle derzeit national abgehängt sind. Noch größere Schwierigkeiten bereitet der gesamten Leichtathletik und dem Sport derzeit aktuell die Dopingbekämpfung. „Wir haben ein Glaubwürdigkeitsproblem“, brachte es Jürgen Scholz auf den Punkt.

Ein anderes nach wie vor heißes Thema ist die Laufgebühr. „Mich wundert, dass man wegen 50 Cent so einen Aufstand macht“, so Scholz. Eine Kritik, die sich insbe-sondere an die großen deutschen Marathonveranstalter richtet, wo die Startgebühren oft in den dreistelligen Bereich gehen.

Finanziell konsolidiert

Was für den Spitzensport gilt, gilt ebenso für die wirtschaftliche Situation. Nach zwei vorangegangenen erfolgreichen Jahren wird wohl auch 2015 bei Verband und GfLW ein Überschuss im sechsstelligen Bereich zu verzeichnen sein. Angenehmer Nebeneffekt: Die Schulden Das Darlehen für die WLV-Geschäftsstelle im SpOrt Stuttgart konnten mittlerweile komplett getilgt werden und auf die Aufnahme eines neuen Darlehens verzichtet werden.

Eine Trendwende verzeichnete die Mitgliederentwicklung. Nach einem kontinuierlichen Rückgang ist für 2015 wieder ein Anstieg auf gut 98.000 Leichtathletinnen und -athleten in Württemberg zu vermelden. „Unser Ziel muss für 2016 sein, wieder die 100.000-Mitglieder-Marke zu knacken“, formulierte Ehrenpräsident Karl-Heinrich Lebherz, der sich diese Aufgabe auf die Fahne geschrieben hat. „Je aktiver sie vor Ort sind, desto besser das Gesamtergebnis“, lautete sein Appell. Belohnungen für die drei Kreise mit dem prozentual höchsten Zuwachs sollen zusätzlich motivieren.


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