Spitzensporttagung der Leichtathletik Baden-Württemberg

Die ArGe Baden-Württembergischer Leichtathletikverbände, die künftig als „Leichtathletik Baden-Württemberg“ öffentlich auftritt, lud am vergangenen Wochenende zur ersten Spitzensporttagung an die Landessportschule Ruit und in die Molly-Schauffele-Halle ein.

Auf dem Programm standen neben interessanten Fortbildungsthemen und Fachvorträgen auch Analysen und Auswertungen der abgelaufenen Saison sowie ein kurzer Ausblick auf die Olympiasaison 2016.

Foto Ruit 1

Der Präsident des Badischen Leichtathletikverbands Philipp Krämer eröffnete in seiner Funktion als amtierender Geschäftsführer der Leichtathletik Baden-Württemberg die zweitägige Veranstaltung. Philipp Krämer forderte die 68 Landes-, Verbands- und hauptamtlichen Vereinstrainer dazu auf, die tollen Ergebnisse der Saison 2015 und bisher erfolgreichste Saisonbilanz in der Geschichte der Leichtathletik Baden-Württemberg einerseits ordentlich zu feiern, andererseits jedoch auch darüber zu beraten, wie diese Ergebnisse stabilisiert und ggf. sogar ausgebaut werden können. Gemeinsam mit Leistungssportdirektor Sven Rees führte er anschließend durch die zweitägige Tagung.

Sexualisierte Gewalt im Sport

Das Thema „Sexualisierte Gewalt in Sport“ diente zur Sensibilisierung, Information und Aufklärung der anwesenden Trainer/innen. Julia Kamenicek von der Badischen Sportjugend (Badischer Sportbund Freiburg e.V.) lieferte Zahlen, Daten und Fakten zu diesem schwierigen Thema.
Wie erkenne ich sexualisierte Gewalt? Wie gehe ich mit Verdachtsfällen um? Wer sind meine Ansprechpartner? Wo bekomme ich Hilfe?

Foto


Corporate Design der Leichtathletik Baden-Württemberg

BLV Geschäftsführer Reinhard Stark stellte das neue Logo, die Marke Leichtathletik Baden-Württemberg vor und informierte über Standards und Vorgaben zur Verwendung des Logos und der mitgelieferten Dokumentenvorlagen.
Ziel dieser Initiative ist es, der Leichtathletik Baden-Württemberg ein gemeinsames Gesicht zu geben und die Grundlage für zahlreiche weitere Entwicklungen in naher Zukunft zu schaffen.

Saisonanalyse, Leitbild und Kommunikation in der Leichtathletik Baden-Württemberg

Leistungssportdirekor Sven Rees wertete die erfolgreiche Saison 2015 aus. Er dankte allen an diesen außergewöhnlichen Ergebnissen beteiligten Personen im Leistungssport in Baden-Württemberg. „Die tägliche engagierte Arbeit der Heimtrainer/innen, Verbands-, Landes- und DLV-Trainer/innen sowie aller Mitarbeiter in den Vereins- und Verbandsgeschäftsstellen bilden die Grundlage für die außergewöhnliche Entwicklung der Leichtathletik in Baden-Württemberg“
Sven Rees forderte alle dazu auf, diese Entwicklung durch eine offene, konstruktive und kritische Beteiligung an den notwendigen Prozessen zu unterstützen. „Unsere Kommunikation muss direkt erfolgen! Email-Accounts und Soziale Medien, wie Facebook, Twitter, Whatsapp oder einschlägige Foren sind keine geeigneten Instrumente zum Meinungsaustausch!“
In den kommenden Wochen soll daher ein Leitbild für die gemeinsame Arbeit in der Leichtathletik Baden-Württemberg vereinbart werden. Einen ersten Entwurf [hier] stellte Sven Rees den Anwesenden vor und bat um eine aktive Mitarbeit an der finalen Version.

Foto


Zahlen und Fakten zum Nachwuchsleistungssport in der Leichtathletik Baden-Württemberg

Den langen Weg unserer Athleten/innen vom Talent bis zum Leistungsträger veranschaulichte der Teamleiter Nachwuchs, Christian Hummel, mit einem fundierten, mit Zahlen und Fakten gespickten Vortrag. „Der nachhaltige Erfolg in der Spitze ist mit einer hohen Qualität der Talentsichtung und -entwicklung in den Vereinen und in der Leichtathletik Baden-Württemberg zu erklären!“
Christian Hummel zeigte jedoch auch, dass die Leichtathletik vor enormen Aufgaben steht. Die Zahl der engagierten Übungsleiter in den Vereinen sinkt weiter. Immer weniger Vereine betreiben Wettkampfleichtathletik. Viele Vereine, die in der Vergangenheit die Ergebnisse bei Landesmeisterschaften bestimmten, tauchen in den Ergebnislisten nicht mehr auf.
„Wer nicht wirbt, der stirbt!“ Mit dieser „alten Weisheit“ aus dem Marketing forderte er alle Vereine dazu auf, mehr in Kooperationsprogramme mit Schulen oder in andere innovative Aktion zur Talentsichtung und -rekrutierung zu investieren.
Ebenso wünschte er sich, dass langjährige verdiente Übungsleiter in den Vereinen jungen, motivierten Nachwuchstrainern mehr Raum für ihre individuelle Entwicklung und Kreativität geben.
„Leichtathleten bringen den Vereinen Leichtathleten! Hierzu muss eine intakte Vereinskultur erhalten bleiben, bzw. entwickelt werden, in der es nicht nur um eine kurzfristige Leistungssportkarriere der Athleten/innen geht, sondern um eine lebenslange, emotionale Verbundenheit!“

Thomas Kurschilgen erläutert die Normsetzung und Nominierungspraxis im Deutsche Leichtathletik-Verband

Einer Einladung von Philipp Krämer und Jürgen Scholz folgend erläuterte der Sportdirektor des DLV, Thomas Kurschilgen, den umfangreichen Prozess von der Normsetzung bis zur Nominierungspraxis für die internationalen Meisterschaften im DLV.
In der darauffolgenden angeregten Diskussion stellte er sich geduldig den Fragen der Landes- und Verbandstrainer.

LSV-Präsident eröffnet zweiten Tag der Spitzensporttagung

Der Präsident des Landessportverbands Baden-Württemberg, Dietmar Schmidt-Volkmar, eröffnete den zweiten Tag der Spitzensporttagung. In seinem Grußwort dankte er der Leichtathletik Baden-Württemberg für ihre vorbildliche Arbeit und Kooperation. „Die außergewöhnlichen Erfolge und die nachhaltige, erfolgreiche Entwicklung der Leichtathletik in Baden-Württemberg basieren auf einer gut strukturierten und intelligenten Leistungsförderung!“
Der LSV-Präsident stellte kurz die Ergebnisse der Verhandlungen zum Solidarpakt III vor und zeigte sich sehr dankbar für die enorme Unterstützung für den gesamten Sport durch die Landesregierung.

Philipp Krämer freute sich über den hochkarätigen Besuch und bedankte sich für die baden-württembergische Leichtathletik; insbesondere für den Einsatz der LSV-Gremien, wie auch den ganz persönlichen des LSV-Präsidenten.
Ganz besonders dankte er für den Leistungssport insgesamt für die neuen Wege, die sich in der Leistungssportförderung aus der vereinbarten Spitzensportförderung durch die Polizei Baden-Württemberg ergeben haben und äußerte die Hoffnung, dass dies ähnliche Beispiele auch an anderen Stellen der ministeriellen Verwaltung nach sich ziehen könne. Das seien Handlungen die der Bedeutung des Spitzensportlandes Baden-Württemberg gerecht werden.


Foto LSV Präsident
LSV Präsident Dietmar Schmidt-Volkmar bei seinem Grußwort.

Sensomotorisches Training im Spitzensport

Für den notwendigen Praxisbezug der Spitzensporttagung sorgte Andreas Lanz (Tatkraft Creative Training GmbH) mit einem begeisternden Workshop zum Thema „Sensomotorisches Training im Spitzensport“.
Als Athletik- und Konditionstrainer im Spitzensport arbeitet Andreas Lanz mit international erfolgreichen Athleten/innen verschiedenster Sportarten und gab seine Erfahrungen mit den verschiedensten Übungen und Materialien an die Teilnehmer/innen weiter. Dabei überzeugte er mit fundierten Fachwissen.

Foto1

Foto2
Andreas Lanz begeistert die Trainerschaft

Intensiver Austausch in den Disziplinteams

Den Abschluss der zweitägigen Tagung bildeten die Teamsitzungen in denen die Landestrainer/innen mit ihren Verbandstrainern/innen und ausgewählten erfolgreichen Vereinstrainern/innen Themen aus der Tagung aufnahmen und darüber hinaus Ziele und Aufgaben für die folgende Leichtathletiksaison vereinbarten.
Integriert in diese Sitzungen wurden disziplinspezifische und übergreifende Fortbildungsthemen.

Foto
Team Lauf

Foto
Team Nachwuchs

Foto
Team Wurf

Spitzensporttreibende Vereine fordern intensiveren Dialog

Das Treffen der spitzensporttreibenden Vereine Baden-Württembergs wurde in die Spitzensporttagung integriert. Sven Rees und Christian Hummel informierten die Vereinsvertreter über die aktuellen Entwicklungen in der Leichtathletik und analysierten die abgelaufene Saison.
Auch in diesem Rahmen wurden die notwendigen Schritte zu einer weiteren Entwicklung der Sportart in Baden-Württemberg intensiv diskutiert. Dabei stellte sich sehr schnell heraus, dass die Vereine sich einen intensiveren Dialog untereinander und mit der Leichtathletik Baden-Württemberg wünschen.
BLV-Präsident und ArGe Geschäftsführer Philipp Krämer nahm diesen Hinweis dankend auf und versprach den Vereinsvertretern, diesen regelmäßigen Dialog gemeinsam mit den beiden Geschäftsstellen des BLV und WLV sowie mit der ArGe herzustellen.
Als ein erster Schritt wird den Vereinen eine Sammlung der angesprochenen Themen zugestellt. Entsprechend der durch die Vereine erstellte Prioritätenliste sollen diese Themen dann in regelmäßigen Treffen abgearbeitet werden. Hierzu sollen Experten aus den unterschiedlichsten, die Arbeit der Vereine beeinflussenden Bereichen geladen und gehört werden.




WLV Newsletter

Zurück 

Unsere Partner

Top Events

Deutsche Hallenmeisterschaften 2018Leichtathletik-EM 2018

AKTUELL

WLV Bestenliste

WLV-Bestenliste

Cosa Win

CosaWin