Jungfleisch floppt mit PB zu Rang Sechs in der Welt - Richard Ringer auf Platz 14

Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch erzielte am Samstagnachmittag bei den Weltmeisterschaften in Peking ihren größten Erfolg der Karriere. Mit neuer persönlichen Bestleistung von 1,99 Metern sprang sie auf Rang sechs der Welt.

Es war noch warm am Samstagabend, als Marie-Laurence Jungfleisch in Peking das Vogelnest, dieses ehemalige Olympiastadion von 2008, betrat. Jungfleisch aber beeindruckte das nicht. Sie blieb kalt - um nicht zu sagen eiskalt. Nachdem sie sich über 1,97 Metern den ersten Fehlversuch des Wettbewerbs geleistet hatte, entschied sie einfach die Höhe auszulassen und erst wieder bei 1,99 Metern in den Wettbewerb einzusteigen. Das war logisch, weil alle anderen Mitbewerberinnen mit Ausnahme der Russin Anna Chicherova die Höhe gleich im ersten Versuch nahmen. Das war aber auch extrem riskant. Jungfleischs bisherige Bestleistung stand bis zu diesem Zeitpunkt eben bei diesen 1,97 Metern. Letztes Jahr war sie mit der Höhe bei den Europameisterschaften in Zürich Fünfte geworden. Folglich war die 24-Jährige auch etwas nervös: "Als mein Trainer Tamas Kiss zu mir gesagt hat, ich soll die letzten Versuche über 1,97 Metern auslassen, hatte ich schon Herzklopfen."

Trotzdem gingen beide den Schritt auf Risiko. Warum auch nicht? Jungfleisch hatte mehrmals in dieser Saison bewiesen, dass sei höher als 1,97 Meter springen kann. Bei den deutschen Meisterschaften riss sie die Latte bei zwei Metern nur knapp. Beim internationalen Hochsprungmeeting in Eberstadt Anfang August hätte sie ebenfalls nur die Beine etwas schneller nach oben nehmen müssen. In der Qualifikation für das Finale dann, trat Jungfleisch so souverän auf wie selten zuvor. Alle Höhen von 1,80 bis 1,95 Meter meisterte sie gleich im ersten Versuch. Jungfleischs Form stimmte. Es gab keinen besseren Zeitpunkt, um etwas Risiko zu wagen, als jetzt.

Das zahlte sich aus. Jungfleisch riss die 1,99 Meter zwar noch im ersten Versuch, floppte aber dann im Zweiten souverän über die latte. "Ich bin glücklich über 1,99 Meter!", sagte Jungfleisch. "Woher die Steigerung kommt? Wir haben viel gearbeitet waren fast das ganze Jahr im Trainingslager."

Die zwei Meter Marke sollte an diesem Abend dann aber nicht mehr für Jungfleisch fallen. 2,01 Meter waren zu viel für die sechsbeste Hochspringerin der Welt. "Es war schade, dass heute nicht genau 2,00 Meter aufgelegt wurden, die sind ein großes Ziel von mir", so Jungfleisch. Das ist nicht schlimm, man kann sich das ja aufheben. Zum Beispiel für das nächste Jahr. Dann stehen die olympischen Spiele in Rio de Janeiro, Brasilien, an. Auch da wird es wieder warm sein. Aber Jungfleisch wird auch dort wieder ganz sicher eiskalt darauf reagieren.

Quelle: www.lav-tuebingen.de / Alexander Mühlbach

Für Richard Ringer vom VfB Friedrichshafen war es bereits ein riesen Erfolg im WM-Finale über 5000m zu stehen. In einem stark taktisch geprägten Rennen konnte er lange sehr gut mithalten. Auf der letzten Runde musste er letztendlich abreissen lassen und landete auf dennoch respektablen 14.Platz.



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