Deutsche Zehnkämpfer gewinnen den Thorpe-Cup

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Die siegreichen DLV-Zehnkämpfer mit Mathias Brugger, Nico Beckers, Nils Merten, Rene Stauß, Aron Schreiner, Patrick Scherfose und Jan-Felix Knobel (von links); Foto: LG Filder



Jan-Felix Knobel (Königsteiner LV) lieferte als Sieger beim Thorpe Cup zwischen Deutschland und den USA mit 8045 Punkten nach zweijähriger Verletzungspause ein glanzvolles Comeback ab. Während die Zehnkämpfer zum sechsten Mal den Thorpe Cup gewannen, drehten die US-Siebenkämpferinnen den Spieß um.

„Es war heiß und windig“ sagte ein glücklicher Knobel nach einer zweitägigen Hitzeschlacht am geschichtsträchtigen Ort Bernhausen – Eva Wilms 1977, Guido Kratschmer 1980 und Jürgen Hingsen 1983 erzielten hier Weltrekorde. Knobel lieferte vor allem im Stabhochsprung mit 5,06 Meter und im Weitsprung mit 7,39 Meter starke Leistungen ab.

Hinter Knobel landete Mathias Brugger (SSV Ulm) einen richtigen Coup. Mit 8.009 Punkten blieb Brugger erstmals über der für die Zehnkämpfer bedeutsamen Schallmauer von 8.000 Punkten. Kapitän René Stauß (LAV Stadtwerke Tübingen) wuchs ebenfalls über sich hinaus und sorgte mit 7.907 Punkten für eine Bestleistung. Herausragend seine 4,86 Meter im Stabhochsprung. Auch der Vierte Patrik Scherfose, lieferte mit 7.693 Punkten eine Bestleistung ab. Das siegreiche DLV-Team komplettierte mit Nils Merten (7.412 Punkte) ein weiterer Tübinger Zehnkämpfer.

„Das war hier eine tolle Stimmung, wir haben dem Bernhäuser Publikum für die tolle Atmosphäre zu danken“, sagte Stauß, als er bei der Siegerehrung den rieseigen Pokal in Empfang genommen hatte. „Wir haben hier in Bernhausen einen tollen Mehrkampf erlebt: die Zuschauer, die Stimmung, hier hat einfach alles gepasst“, bilanzierte Bundestrainer Claus Marek den Thorpe Cup 2015.

Im Siebenkampf der Frauen gab es nie einen Zweifel am Sieg der Olympiateilnehmerin von London Sharon Day-Monroe. Sie gewann souverän mit 6158 Punkten. Universiade-Siegerin Anna Maiwald (TSV Bayer Leverkusen, 5875 Punkten) wurde am Schluss Zweite. „Es lief hier alles sehr gut für mich“ sagte die Studenten-Weltmeisterin.

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Die Siebenkampf-Teams der USA und Deutschlands

Die deutschen WM-Fahrer zeigten nach den letzten anstrengenden Trainingseinheiten, dass sie auf dem richtigen Weg nach Peking sind. Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied), DLV-Jahresbester und Vierter weltweit wurde über 400 Meter (47,69 sec) als auch im Weitsprung (7,43 m) Tagesbester. Vize-Weltmeister Michael Schrader (SC Hessen Dreieich) verbuchte seinen Test mit 10,77 Sekunden über 100 Meter und 7,43 Meter im Weitsprung als "sehr ordentlich". Sein WM-Ziel: "Gut durchkommen.“

Jennifer Oeser (TSV Bayer 04 Leverkusen) war mit 13,94 Metern die zweitbeste Kugelstoßerin im Feld und rannte die 200 Meter bei etwas zu viel Wind in 24,88 Sekunden. „Ich freue mich in Peking dabei sein zu können“, meinte die Vize-Weltmeisterin von 2009, die im Oktober ihr erstes Kind zur Welt brachte. „Ich bin fit“, strahlte die WM-Vierte Claudia Rath (LG Eintracht Frankfurt) Optimismus aus. Mit 6,67 Meter im Weitsprung lieferte sie ein überragendes Weitsprungergebnis ab.

„Das waren große Tage für den Thorpe Cup“, sprach Solomon Ijah allen Zehnkämpfern aus der Seele, „die Athleten haben alles gegeben, die Zuschauer waren fantastisch“.
Neben Olympiasieger Willi Holdorf weilte auch Guido Kratschmer im Bernhausener Stadion, dort wo er 1980 mit 8.667 Punkten einen Weltrekord markierte. „Es war eigentlich alles wie damals beim Weltrekord" war Kratschmer begeistert.

Bericht: Ewald Walker

>> zu den Ergebnissen des Thorpe-Cup 2015


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