Sabrina Mockenhaupt läuft Streckenrekord in Calw

Nicht schlecht staunten die Teilnehmer des 14. Hermann-Hesse-Laufes in Calw, als sie unter ihresgleichen die 40-fache Deutsche Meisterin Sabrina Mockenhaupt entdeckten. 6 Tage zuvor war sie den New York Halbmarathon gelaufen und befindet sich derzeit zum Training auf der Schwäbischen Alb. Spontan hatte sie sich zum Start in Calw entschlossen und verbesserte den Streckenrekord um 1:09 Minuten auf 34:00 Minuten.

Schnell hatte die kleine Siegerländerin ihre Enttäuschung über Platz 14 in New York in 1:13:07 Stunden überwunden und ist voll auf ihr nächstes Ziel, den Hamburg Marathon Ende April fixiert. Seit einigen Tagen weilt sie im Schwabenland. Der Personal Fitnesstrainer Florian Böhme war Partner beim Tempotraining und der langen Ausdauer auf der Schwäbischen Alb. Seit knapp 8 Jahren läuft der Ultraspezialist erst, hat beim TSV Kusterdingen namhafte Teamkameraden und konnte in seiner kurzen Laufbahn mit mehreren nationalen Titeln schon erstaunliche Erfolge feiern. Erst im Februar lief er in Marburg die 50 Kilometer in 3:15:54 Stunden. Sicher war es auch seine Idee, den schnellen Calwer Zehner ins gemeinsame Trainingsprogramm einzubauen, schließlich lief er vor drei Jahren seine persönliche Bestzeit mit 34:46.

Bei läuferfreundlichen kühlen Temperaturen schickte Oberbürgermeister Ralf Eggert 287 Teilnehmer auf die schnelle 10 Kilometer Wendepunktstrecke. Marc Steinsberger (TV Tell a. N.) lief von Beginn an ein einsames Rennen und verfehlte mit persönlicher Bestzeit von 30:41 den Streckenrekord nur um 16 Sekunden. Auch der Zweitplatzierte Markus Hauber (LAZ Salamander) lief mit 31:25 immer alleine, obwohl ihm das Verfolgertrio Johannes Bergdolt (VfL Sindelfingen/31:38), Felix Wammetsberger (31:39) und Joshua Sickinger (beide LG Karlsruhe/31:41) stets dicht auf den Fersen blieb.

Die überlegenen Siegerin schaffte es auch, ihren Trainingspartner Florian Böhme (1. M35) zu neuer persönlicher Bestzeit von 33:59 zu führen. Die Ankündigung ihren letztes Jahr in Düsseldorf errungenen Titel bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Liebenzell zu verteidigen, freute besonders die beiden „Macher“ Fritz Sander und Günther Henne.

Die Jugendliche Katrin Reischmann (VfB LC Friedrichshafen) mit 36:26 Platz zwei belegen und ihre Bestzeit um über 4 Minuten steigern. Nach ihrem fünften Patz bei den Deutschen Crossmeisterschaften vor 2 Wochen, kam diese Leistung allerdings nicht ganz überraschend. Schnelle Zeiten liefen auch die portugiesische Gastläuferin Michaela Lopez (37:18), die württembergische Spitzenathletin Monika Rocktäschel (LG Leinfelden Echterdingen/37:19) und die Jugendliche Luisa Moroff (VfL Sindelfingen/39:16).

Rahmenwettbewerbe gehen glänzend über die Bühne

Die Veranstaltung hatte um 13.00 Uhr mit den Bambinis begonnen, die große Begeisterung an den Tag legten. Nur vier Kinder hatten sich für den kurzen 350 Meter Lauf entschieden. Der sollte trotzdem beibehalten werden, denn einige der Kinder, die am anschließenden Lauf über 700 Meter teilnahmen, sollten sich in Zukunft besser für die kürzere Strecke eintragen. Lieber 350 Meter auf eigenen Beinen zurücklegen, als einen Teil der 700 getragen oder geschleift zu werden sollte die Maxime auch für überehrgeizige Eltern sein.

Anschließend liefen die 41 Mädels U10/U12 einen Kilometer auf einer 250 Meter langen Pendelstrecke. Das Rennen wurde von Enya Frey (U12/3:51) und ihrer Schwester Arwen (U10/3:53) dominiert. Es folgten Limaja Grieshaber (U10/4:07), Sina Seyfried (4:12), Jasmin Dozy (4:17/beide U12) und Jana Bottesch (U10/4:21). Im Lauf der 26 Jungs war die Siegerzeit langsamer, die U12 mit Jens Füller (3:58), Paul Schmid (3:58) und Mathis Eißler (4:01) war naturgemäß schneller als die U10 mit Emil Derer (4:18), Philipp Helbig (4:32) und Leon Häuber (4:33).

Der Lauf über zwei Kilometer wurde ebenfalls auf der Pendelstrecke ausgetra-gen. Bei nur 19 Teilnehmern gab es keine Probleme beim Rundenzählen. Ge-samtsieger wurde Duncan Frey (U14/7:05) vor Ajoscha Dast (U16/7:06), Nils Wätzel (U16/7:39), Sören Irion (U16/7:41) und Gabriel Eberhard (U14/7:55). Schnellste der 6 Mädels waren Julie Bruggner, Sabrina Fleig (beide 8:10) und Anja Kricheldorf (8:34).


Erster Höhepunkt war um 14.30 Uhr der 5-Kilometer-Wettbewerb, bei dem Sport- und Kulturamtsleiter Hans Martin Dittus den Startschuss gab. In dem als Freizeitlauf titulieren Rennen waren allerdings absolute Spitzenkönner am Start. Der Teamkamerad des Hauptlaufsiegers, Clemens Silabetzschky, legte furios los und schaffte mit sensationellen 15:08 eine auf Calws Straßen noch nie gelaufene Zeit. Auf der Bahn lief er 2014 schon 14:50,60, so dass sein Alleingang keine allzu große Überraschung war. Auch sein Zeller Teamgefährte Martin Frank dürfte mit 16:05 unter dem von der Redaktion nicht mehr zu recherchierenden Streckenrekord liegen. Die Zeiten der folgenden Benjamin Mannsdörfer (LG Salamander/17:02), Joerg Stein (17:14) und Harald Kopp (17:30) hätten in manchen Jahren zum Sieg gereicht.

Mit ihrer Siegerzeit von 19:34 verbesserte sich Pia Kummer (LG Calw) um 5 Sekunden und blieb knapp vor der schnellsten der U16, Jule Vetter (LAV Tübin-gen/19:35). Ruth Aichele (Team REST/21:29) und Mona Heiland (LG Calw/22:19) kamen auf das Podest der Freizeitläufer. Vor ihnen lagen in der U16-Wertung Ellen Prestel (Kreissportbund Mittelsachsen/21:01) und Laura Brenken (LG Calw/21:13). Die Calwer blieben mit 1:07:45 im Team nur gute 2 Minuten über ihrem eigenen Kreisrekord U16 in der Mannschaft. Zu diesem Erfolg trugen Jana Keppler (22:01), die erstmals startende Laura Kusterer (24:13) und Jana Albrecht (26:10) bei. Bei den Jungs lagen Marcel Haag (Skiclub Loßburg/19:27), Manuel Hauck (TV Enzberg/20:20) und Kevin Reusch (Kreissportbund Mittelsachsen/22:22) vorn.


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