Karl-Heinrich Lebherz wird 80

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Gratulation zum 80. Geburtstag: Stellv. DLV-Generaldirektor Norbert Brenner, WLV- und DLV-Vizepräsident Fred Eberle, der Jubilar Karl-Heinrich Lebherz und WLV-Präsident Jürgen Scholz (von links)


Wer ihn kennt und mit ihm zu tun hat, wird es kaum glauben können: Karl-Heinrich Lebherz, Ehrenpräsident des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes, feiert am heutigen Freitag (6. Februar) seinen 80. Geburtstag. Nach wie vor bringt sich der Jubilar mit jugendlichem Elan in die Verbandsarbeit „seines“ Württembergischen Leichtathletik-Verbandes ein, dem er in den Jahren 1993 bis 2004 als Präsident vorstand. Als langjähriger Oberbürgermeister der großen Kreisstadt Winnenden, als ehemaliges Mitglied in Kreistag und Regionalparlament sowie als sportlicher Multifunktionär ist er nach wie vor bestens vernetzt und nutzt seine Kontakte für die Leichtathletik.

Fast kein Ende nehmen wollte die lange Schlange der Gratulanten, die zum Empfang anlässlich seines Ehrentages ins Rathaus nach Winnenden gekommen sind. Langjährige Weggefährten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft waren ebenso darunter wie Vertreter der verschiedenen Sportorganisationen.

Der Name Karl-Heinrich Lebherz ist untrennbar mit der Entwicklung des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes verknüpft. Während seiner 12-jährigen Amtszeit als WLV-Präsident hat er wesentliche Impulse gesetzt, die den Verband auf einen erfolgreichen Weg ins 21. Jahrhundert geführt haben.

Als Seiteneinsteiger – als Jugendlicher hat sich Karl-Heinrich Lebherz einen Namen als talentierter Fußballer beim FC Oberrot gemacht – bewarb sich der damalige Winnender Oberbürgermeister um die Nachfolge von Karl Mangold, dem damaligen WLV-Präsidenten. Nach seiner Wahl im November 1993 erwarb er sich rasch auch die Anerkennung im Bereich der Leichtathletik. Ja seine Amtszeit entwickelte sich zu einer Erfolgsdekade für den WLV.

So ist unter seiner Ägide die Mitgliederzahl von 89.000 auf 109.000 im Jahr 2004 gestiegen. Die Strukturen im Bereich des Leistungssports wurden ausgebaut und den Erfordernissen angepasst. Die Verbandsgeschäftsstelle entwickelte sich zu einem modernen Dienstleister für die Mitgliedsvereine Zahlreiche Projekte wurden durch ihn voran bzw. ins Rollen gebracht; so zum Beispiel der Leichtathletik-Länderkampf „4 Motoren für Europa“. Ein ganz besonderes Anliegen für ihn war die Zusammenarbeit mit dem Badischen Leichtathletik-Verband innerhalb der ArGe der Badischen-Württembergischen Leichtathletikverbände, die er gemeinsam mit seinem BLV-Kollegen Hans Motzenbäcker maßgeblich vorangebracht hat und so die Grundlage für den aktuellen Erfolg der Baden-Württembergischen Leichtathleten gelegt hat.

Ganz besonders stolz ist Karl-Heinrich Lebherz zu recht auf die „Erfindung“ des Stuttgart-Laufs. Die mittlerweile größte Breitensportveranstaltung Südwestdeutschlands wurde nach der Stuttgarter Leichtathletik-WM 1993 ins Leben gerufen und fand im letzten Jahr mit rund 18.000 Teilnehmern bereits zum 21. Mal statt.

Nicht umsonst wurde er aber auch mit zahlreichen weiteren Aufgaben im Sport betraut. So war er Mitglied des Präsidiums des Württembergischen Landessportbundes, Mitglied im Landesausschuss Leistungssport des Landessportverbandes Baden-Württemberg, Aufsichtsrat bei der Sportservice GmbH, Aufsichtsratsmitglied der Olympiabewerbung „Stuttgart 2012“, Mitglied des Beirats der Hanns-Martin-Schleyer-Halle, alternierender Vorsitzender der ArGe Baden-Württembergische Leichtathletikverbände und Vorstandsmitglied der SportRegion Stuttgart – um nur die wichtigsten zu nennen.

Bei seinem Ausscheiden aus dem Amt des WLV-Präsidenten im März 2004 würdigte die damalige baden-württembergische Kultusministerin Dr. Annette Schavan das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement von Karl-Heinrich Lebherz mit der Staufer-Medaille in Gold, einer der höchsten Auszeichnungen des Landes Baden-Württemberg. Darüber hinaus ist der Jubilar mit zahlreichen weiteren hohen Auszeichnungen geehrt worden. So ist Karl-Heinrich Lebherz Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse, er hat die Ehrenbürgerwürde der Städte Winnenden und der Olympiastadt Albertville (Frankreich) erhalten und ist Ehrenmitglied zahlreicher Sportorganisationen. Vom Deutschen Leichtathletik-Verband wurde Karl-Heinrich Lebherz mit dem Hanns-Braun-Ehrenpreis 2011 für seine Verdienste um die Leichtathletik ausgezeichnet.

WLV- und DLV-Vizepräsident Fred Eberle, langjähriger Weggefährte des Jubilars, würdigte ihn sowohl in einer kurzen Laudatio als auch mit einem musikalischen Ständchen. „Karl-Heinrich Lebherz war ein exzellenter Vordenker für den Sport und die Leichtathletik im Besonderen“ so Eberle, „der nie davor zurückschreckte, anzuecken“.

(wlv)
 
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