Jugend trainiert für Olympia: Berlin-Finale ein Höhepunkt

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4000 Schulsportler ermittelten in dieser Woche ihre Bundessieger im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin. Noch immer übt der Slogan „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ Große Anziehungskraft aus.

Mitten drin: ein Leichtathletik-Team des BZN-Gymnasiums in Reutlingen. Die Bedingungen mit 13 Grad, Wind und Regen im Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark waren nicht einfach, das BZN-Team hatte zu kämpfen. Verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle ließen die Mädchen im Wettkampf III (12-15 Jährige) nicht an ihre Ergebnisse vom Kreis- und Landesfinale in Pliezhausen und Mannheim herankommen.

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Die Trauben im Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark hingen höher als gedacht. Denis Uphoff, baden-württembergische Schülermeisterin über 100 Meter, schaffte über 75 Meter mit 9,95 Sek. eine neue Bestleistung und die sechsbeste Zeit der 48 Teilnehmerinnen. Lea-Madlen Fundel musste nach einer Verletzung beim Einspringen auf ihren Hochsprung-Einsatz verzichten, sammelte aber als drittbeste Weitspringerin mit 5,21 Meter dennoch Punkte. Das Team wurde zudem durch eine Disqualifikation einer 800 Meter-Läuferin geschwächt.

Am Ende reichte es für das BZN-Team im 16er-Feld mit 6633 Punkte zu Platz 12. Ein bisschen mehr hatten sich die Mädchen und ihre Betreuerinnen Antje Fundel und Claudia Kupka schon erhofft. Dennoch war Berlin der Höhepunkt einer erfolgreichen Saison. Bundessieger wurde das Team vom Schul- und Leistungssportzentrum Berlin mit 7770 Punkten.

"Jugend trainiert" muss sein!

„Nach der Diskussion um das Bundesfinale im Mai erleben wir jetzt im Herbst praktisch die die Wiedergeburt dieser Veranstaltung“, sagt Günter Mayer. Der Baden-Württemberger ist seit 1988 im Bundesfinale in Berlin dabei: Zunächst als Schulsport-Beauftragter Württembergs, seit 1997 als Schulsport-Vertreter des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV). „In den Anfängen war es natürlich was ganz Besonderes, mit „Jugend trainiert“ die geteilte Stadt erleben zu können. Heute sehen die rund 4000 Teilnehmer des Herbstfinales nur das freie Berlin.

Bei allen Unterschieden zwischen Ost und West und der Dominanz der Sportgymnasien in den neuen Bundesländern sei die Denkweise und Einstellung zum Sport bei den Teilnehmern dieselbe, sagt Mayer. „Natürlich sind Sportgymnasien aus Neubrandenburg oder Berlin die sportlichen Gewinner des Bundesfinales, die Verzahnung von Vereins- und Schulsport und die Integration auch von Vereinstrainern“, ist auf Bundesebene überall spürbar“, sagt der ehemalige Schulleiter einer Grund- und Hauptschule in der Nähe von Schwäbisch Gmünd.

Mayer, der sich als Leichtathletik-Landesbeauftragter in Baden-Württemberg jahrelang um die Basis des Schulsportwettbewerbs gekümmert hat, hat oft genug die Berlin-Teilnahme als der ganz große Lockvogel für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrer erlebt. „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, beanspruchen nicht nur die Fußball-Fans auf dem Weg ins DFB-Pokalfinale, sondern auch die Schulsportler, die sich über Kreis- und Landesentscheid für die Bundeshauptstadt qualifizieren müssen.

„Jugend trainiert für Olympia ist für mich ein Schulsport-Wettkampf, der einfach sein muss“ fordert Mayer. Hier könnten Jugendliche an den Wettkampfgedanken und die Leistung herangeführt werden und sich im Teamwettkampf mit anderen messen. Sport sei nicht nur Bewegung und Spaß, sondern auch Sieg und Niederlage und der Umgang damit.

Bericht / Foto: ewa
 
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