WLV-Starter überzeugen bei der Europameisterschaft in Zürich

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Glänzendes Comeback auf der internationalen Bühne: Zehnkämpfer Arthur Abele vom SSV Ulm 1846 (Foto: Iris Hensel)



Neun Starter stellte der Württembergische Leichtathletik-Verband bei der Europameisterschaft in Zürich. Acht davon erreichten einen Finalplatz unter den ersten Acht und vier erzielten trotz keineswegs immer optimaler Bedingungen sogar persönliche Bestleistungen.

Ein glänzendes Abschneiden, auf dem eigentlich nur das i-Tüpfelchen, die Medaille, fehlte. Am dichtesten dran war Richard Ringer, dem über 5000 Meter im taktischen Rennen, das Ex-Vizeeuropameister Arne Gabius ebenfalls im Vorderfeld sah, als Viertem nur ein Platz zum Siegertreppchen fehlte. „Ich bin sehr zufrieden. Es hätte für nicht besser laufen können“, freute sich der 25-Jährige, der bei seinem internationalen Debüt auf Anhieb den Großteil der europäischen Spitzenklasse hinter sich ließ.

Damit sprach der Newcomer sicher auch stellvertretend für den Großteil der Schwaben in der Schweiz. So für Marie-Laurence Jungfleisch, die im Hochsprung weitere zwei Zentimeter zulegte und mit starken 1,97 m als Fünfte einen tollen Wettkampf hinlegte. „Das ist ein entscheidender Schritt vorwärts für mich“, blickt sie wie die meisten anderen WLV-ler optimistisch in die sportliche Zukunft.

Das darf ganz sicher auch Felix Franz. Allein schon der Deutsche Meistertitel und das auch noch in neuem Landesrekord von 49,34 Sekunden war für ihn eine Riesenüberraschung. In Zürich konnte er im Halbfinale mit 48,96 Sekunden eine weitere Schippe draufpacken. Dass im Endlauf dann ein wenig die Kraft fehlte und für ihn als Fünftem die Uhr erst eine knappe Sekunde später stehen blieb, trübte die Freude kaum.

Ebenfalls persönliche Bestzeit von 13,43 Sekunden erzielte über 110 Meter Hürden Gregor Traber, der dann allerdings im Halbfinale leider ausschied. Aus der WLV-Hürdenfraktion zeigte sich als Einzige Nadine Hildebrand ein wenig enttäuscht. Denn nicht sie, sondern Teamkollegin Cindy Roleder aus Leipzig holte die insgeheim erhoffte und ersehnte Medaille für den Deutschen Leichtathletik-Verband. Für Nadine Hildebrand blieb Rang sechs. Mit 13,01 Sekunden zeigte sie eines ihrer wenigen Rennen der Saison, bei dem die Uhr über 13 Sekunden stehen blieb ausgerechnet im EM-Finale. „Der Start war eigentlich gut“, haderte die kleine Sindelfingerin mit ihrem Rennen, „irgendwie wollte es dann hinten aber einfach nicht.“

Hinten raus und eigentlich fast überall gelang sein Wettkampf dagegen Zehnkämpfer Arthur Abele. Er erkämpfte sich mit Hausrekord von 8.477 Punkten als bester Deutscher Platz fünf und kratzte mit nur 21 Punkten Rückstand sogar an Bronze. Sechs Jahre hatte der Ulmer seit seinem Verletzungs- Aus bei den Olympischen Spielen in Peking auf den nächsten internationalen Auftritt gewartet und er genoss jede Sekunde im Letzigrund. Ganz besonders aber die 13,55 Sekunden seines Meisterschaftsrekordes über 110 Meter Hürden. Arthur Abele ist zurück und wieder mittendrin in der internationalen Spitze.

Gleiches gilt für 1500- Meter-Aufsteiger Timo Benitz und Kugelstoßerin Lena Urbaniak als Siebtem und Achter. Beide sind noch jung und können sicher in Zukunft ihre Akzente setzen.

(hs)

Einige WLV-Starter im Bild (alle Fotos: Iris Hensel):

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