Arthur Abele sichert sich sein EM-Ticket

RATINGEN – Arthur Abele hat es tatsächlich geschafft! Mit 8.139 Punkten ließ das Ulmer Zehnkampf-Ass beim Meeting in Ratingen Europameister Pascal Behrenbruch hinter sich und ergatterte so den dritten Startplatz für die Europameisterschaften in Zürich hinter dem bereits qualifizierten Kai Kaczmirek (Neuwied) und Rico Freimuth (Halle), der sich als Sieger des Ratinger Meetings auf 8.356 Punkte steigern konnte.

Luxus dürften das die anderen Europäer nennen: Mit Europameister Pascal Behrenbruch und Vize-Weltmeister Michael Schrader bleiben die beiden erfolgreichsten Zehnkämpfer der vergangenen Jahre zuhause. Dagegen ist mit Arthur Abele einer dabei, den trotz des deutschen Meistertitels im Vorjahr nach langer Verletzungspause wohl nicht mehr so viele auf der Rechnung hatten. Dass das ein Fehler war, zeigte der 28-jährige Schützling von Christopher Hallmann schon in der ersten Disziplin. 10,67 Sekunden über 100 m gab es für Abele noch nie. 7,26 Meter im Weitsprung waren für Abele ok, bevor im Kugelstoßen der nächste Kracher kam. Mit 15,08 m verbesserte sich Abele um über einen halben Meter und holte sich damit sogar den Disziplinsieg vor Behrenbruch, der schon weit über 16 Meter gestoßen hat. Geerdet wurde der Ulmer dann im Hochsprung, wo er nach kurzem Zittern bei der Einstiegshöhe nach 1,89 m passen musste. Über 400 m überzog Abele auf der Außenbahn etwas und musste auf der Zielgerade in 49,07 Sekunden noch Freimuth vorbeiziehen lassen, der hier schon klar machte, dass der Sieg nur über ihn führen würde. Abele lag mit 4.169 Punkten durchaus im Soll.

Mit 13,82 Sekunden über die 110 m Hürden zeigte sich Abele auch zu Beginn von Tag zwei hellwach. Nach ordentlichen 43,89 m mit dem Diskus kam die Schreckenszeit dann beim Stabhoch. Lediglich die Anfangshöhe von 4,40 m gelang ihm, so dass Behrenbruch mit 4,90 m wieder nah rankam. Mit Tagesbestleistung von 66,29 m entschied der Ulmer dann das Duell der „Oldies“ für sich. Die fünf Sekunden Vorsprung vor Behrenbruch im Rücken lief der bekannt starke Läufer Arthur Abele die 1.500 m in 4:42,55 Minuten locker herunter und konnte den Lauf zum EM-Ticket richtig genießen.

Einen starken Zehnkampf lieferte auch Rene Stauß von der LAV Stadtwerke Tübingen ab. Mit 7.650 Punkten kam er als Sechster knapp an seine persönliche Bestmarke heran. Der Tübinger überzeugte vor allem in den Sprung- und Wurfdisziplinen. In seiner Paradedisziplin, dem Hochsprung, stellte er mit 2,10 Meter die Tagesbestmarke auf, im Weitsprung landete er bei 7,24 Meter und mit dem Stab überquerte er 4,60 Meter. Stark auch der Diskuswurf mit 45,87 Meter und der Speerwurf mit 60,97 Meter

Sehr zufrieden sein konnte auch Youngster Julius Sommer, der bei seinem ersten Wettkampf in diesem Rahmen – vor allem mit 13,98 m mit der Kugel und 4,70 m mit dem Stab - überzeugte und mit 7.426 Punkten der einzige Starter mit persönlicher Bestleistung war.

Als Lohn dürfen Rene Stauß und Julius Sommer Anfang August die deutsche Mannschaft beim Thorpe-Cup gegen die US-Auswahl verstärken.

chu


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