Leichtathletik-Familie feiert großes Vorbild

Auch zwischen Freiluft- und Hallensaison gibt es für die Leichtathleten in Ulm und der Region Wichtiges zu feiern: Elle Freudenberger wird morgen 85.

Hier ein Symposium, dort eine Studie. Andauernd wird akademisch erklärt, wie Sport den Menschen von jungen Jahren bis in die reifen körperlich und geistig in Form hält. Dabei brauchte man eigentlich nur Elle Freudenberger, die die Theorie vorlebt und morgen ihren 85. Geburtstag feiert, fragen.


Gelegenheit dazu ist fast täglich immer dann, wenn die Trainerin und langjährige Funktionärin beim SSV Ulm 1846 Talente aus der gesamten Region anleitet in ihrem geliebten Sport: Leichtathletik. Wie entscheidend dabei Motivation ist, hat Elle Freudenberger selbst erlebt: Von 1946 an eiferte sie ihrem (erst kürzlich verstorbenen) Bruder Kurt nach, dem bekannten Mittelstreckler, und brachte es nach und nach selbst auf viele Erfolge. Allein 32 Landes-Titel im Sprint, im Mehrkampf und im Waldlauf sind darunter. "Wenn es Sie nicht gäbe, man müsste Sie erfinden", hat Oberbürgermeister Ivo Gönner vor fünf Jahren treffend über Elle Freudenberger gesagt - beim Empfang zu ihrem 80. Geburtstag im VIP-Zelt des Donaustadions. Wenn Elle Freudenberger allerdings eines nicht sein will, dann ein "VIP".

Gerade deshalb hat sie das Bundesverdienstkreuz bekommen, ist vom Württembergischen Leichtathletik Verband (WLV) und von ihrem SSV 46 zum Ehrenmitglied ernannt, ist mit dem Carl-Diem-Schild ausgezeichnet worden, weil sie eine schwäbische Schafferin ist. Sie bewegt etwas, bewegte andere zu etwas. Und das noch mit 85. Lange Jahre war sie Leichtathletik-Abteilungsleiterin beim SSV 46, aktuell kümmert sie sich im Verein mit um die Leichtathletik-Schüler, ums Meldewesen, bereitet Wettkämpfe mit vor wie die deutschen Meisterschaften am 6./7. Juli 2013 im Donaustadion.

"So narrisch dabei wie vor einigen Jahren bin ich natürlich nicht mehr", sagt Elle Freudenberger. "Da hab ich mich selbst gebremst." Beim WLV war sie von 1973 bis 1979 Frauenwartin, sie initiierte dabei auch die Gründung des Frauenausschusses und des jährlichen Frauenseminars. Vizepräsidentin des WLV war sie schließlich von 1979 bis 1993 und damit insgesamt 23 Jahre im Präsidium des Verbandes.

Fred Eberle gratuliert


Elle Freudenberger - ihr Name steht über Ulm hinaus für die Leichtathletik. Wolfgang Beck, langjähriger Trainerkollege und Weggefährte beim SSV 46, bringt das Engagement mit einem Satz auf den Punkt: "Die Leichtathletik bei uns im Verein ist das Lebenswerk Elle Freudenbergers." Auch morgen gibt es für sie wieder einen Geburtstagsempfang, gibt es Reden und Glückwünsche. Die Leichtathletik-Familie feiert eine bemerkenswerte Frau, die Vorbild ist und bleibt. Für die jüngeren und die reiferen Jahrgänge.

Quelle: Südwestpresse Ulm | Wolfgang Scheerer
Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung

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