Sport schließt Bildungspartnerschaft mit dem Land

Sport, Spiel und Bewegung besitzen in Bildungsprozessen, gerade bei Kindern und Jugendlichen, einen hohen Stellenwert. Inhaltlich besteht darin zwischen der Landespolitik und dem Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) schon seit geraumer Zeit Einigkeit.

Deshalb hat der LSV eine Dialog- und Bildungspartnerschaft mit entsprechender Rechts- und Planungssicherheit eingefordert, bei der sich Sport und Politik, wie es LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar ausdrückte, „auf Augenhöhe begegnen“.

Bei einem Bildungskongress im gefüllten Plenarsaal des Baden-Württembergischen Landtags, zu dem sowohl Sportverbandsvertreter als auch Politikerinnen und Politiker aller Landtagsfraktionen zahlreich erschienen waren, herrschte Einigkeit darüber, „dass der Sport das kann“ und seine neue Rolle, wie Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch gleich zu Beginn der Tagung betonte, völlig zurecht reklamiere. Um mögliche Zweifler ebenfalls zu überzeugen, sprach eine Reihe von Rednern, die das Thema aus unterschiedlichen Positionen heraus beleuchteten.

Günther Giselbrecht, Leiter der Sportgrundschule der Freiburger Turnerschaft 1844, sorgte für einen Blick in die Praxis und hob in seinen Ausführungen vor allem auf die Sinnvielfalt des Sports ab. Prof. Dr. Nils Neuber vom Institut für Sportwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sprach über die wissenschaftliche Seite des Komplexes „Bildung und Sport“ und machte deutlich, „dass es neben einer strukturellen Vernetzung auch um das Sicherstellen der Ressourcen, also um die Finanzierung der Zusammenarbeit, geht“.

Norbert Brugger, Dezernent beim Städtetag Baden-Württemberg, schlug als Sprecher der Kommunalen Landesverbände in die gleiche Kerbe und verlangte eine bedarfsgerechte Unterstützung durch das Land, die sich dem Niveau von zwölf Millionen Euro anpassen müsste, das die Kommunen aus ihren Investitionsmitteln bereits zur Verfügung stellten. Sich auf seine Vorredner beziehend formulierte Dieter Schmidt-Volkmar die Forderungen des LSV: Einbeziehung der Sportorganisation in die Bildungsdebatte im Land, Vereinbarung von Rahmenbedingungen zur Kooperation in der Ganztagesbetreuung, das Einrichten von Koordinierungsstellen für das Zusammenspiel von Schule und Sportverein, effektive Verzahnung der Bereiche „Leistungs-/Spitzensport“ und „Schule/Ausbildung/Beruf“, Einbeziehung des organisierten Sports in lokale und regionale Bildungslandschaften.

Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer nahm den ihr zugepassten Ball auf und machte in ihrem Statement deutlich, „dass wir in der Bildung längst Partner sind“. Die Sportvereine und -verbände seien ein „Riesenpfund in Baden-Württemberg“ mit dem das Bildungssystem noch besser gemacht werden könne, als es ohnehin schon sei. „Gerade bei der Entwicklung und Verzahnung von Ganztagesbetreuung und Vereinssport spielt diese Partnerschaft eine gewichtige Rolle“, sagte die Ministerin und stimmte der geforderten Bildungspartnerschaft des LSV und auch einer gemeinsam zu erarbeitenden Rahmenvereinbarung in Bezug auf eine Kooperation im schulischen Ganztag zu.

Interview mit LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar zum Thema

Der Forderungskatalog im Einzelnen

Pressemitteilung Landessportverband Baden-Württemberg e.V.
www.lsvbw.de

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