Sabrina Mockenhaupt und Philipp Pflieger siegen in Nagold

Mit Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg; 29:32 min) und Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg; 32:56 min) konnten sich die deutschen 10.000-Meter-Meister von der Bahn in Marburg auch auf der gleichen Distanz auf der Straße in Nagold durchsetzen. Während „Mocki“ am Sonntag von Beginn an mit forschem Tempo eine frühe Entscheidung herbeiführte, machte es Philipp Pflieger im Duell gegen Musa Roba-Kinkal (SC Gelnhausen; 29:39 min) bis 300 Meter vor dem Ziel spannend.

„Es ist schwer, alleine das Tempo hochzuhalten“, gestand kaum außer Atem eine sichtlich zufriedene Sabrina Mockenhaupt im Ziel. Mit 32:56 Minuten hatte sie zwar nicht ihr „Wunschergebnis“ erzielt, das 32:30 Minuten gewesen wäre, letztlich fehlte aber der Druck der Konkurrenz.

Am Sonntagmorgen waren unter eigentlich idealen Laufbedingungen weder Corinna Harrer (LG Telis Finanz Regensburg; 33:38 min) als auch Lisa Hahner (Run2Sky.com; 34:13 min) in der Lage, der kleinen Siegenerin Paroli zu bieten.

„Ich wusste, dass die Mädels hinten heraus schnell laufen können, deshalb wollte ich sie gleich vom Start weg mit einem hohen Tempo verballern. Aber letztlich habe ich mich selbst verballert“, gestand Sabrina Mockenhaupt. Für die Olympiastarterin über 10.000 Meter ist Nagold allerdings lediglich ein Zwischenschritt auf ihrer Herbst-Offensive im Straßenbereich. „Für die Halbmarathon-WM bin ich guter Dinge, denn ich weiß, dass ich im Soll bin. Nach der Bahn ist es allerdings schwer, einen guten Schritt für die Straße zu finden.“

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„Mehr als Platz zwei war für mich nicht möglich, deshalb habe ich das Optimale erreicht“, zog die 1.500-Meter-Olympiastarterin Corinna Harrer Bilanz. „Das ist eigentlich siebenmal so lang als meine Hauptstrecke. In diesem Bereich muss es natürlich am Ende einer langen Saison einfach fehlen. Mocki war weg, die anderen zu weit zurück, da verfällt man unweigerlich in einen gewissen Trott.“

Dennoch ist die Leistung der 21-Jährigen Regensburgerin mehr als beachtlich, schließlich absolvierte sie in der zu Ende gehenden Saison vornehmlich Rennen über 800 und 1500 Meter.

Philipp Pflieger im Spurt

Eine Stunde später gab es für die Regensburger wieder Grund zum Jubeln, Philipp Pflieger schaffte das „Double“ mit der Bahn- und Straßenmeisterschaft. Es wurde allerdings ein hartes Stück Arbeit für den 25-Jährigen, der sich mit Musa Roba-Kinkal bis in den Schlusskilometer hinein ein interessantes Duell geliefert hatte.

„Ich gönne Philipp diesen Sieg. Denn nach meiner Verletzungspause weiß ich nur zu gut, wie schwer es ist, auf hohem Niveau wieder zurückzukommen“, freute sich der Gelnhäuser über den Erfolg seines zwei Jahre älteren Kollegen. „Ich bin froh, dass es bei mir so gut lief. Ich bin damit zufrieden, denn was will ich mit drei Wochen Training anders erwarten.“

Der Sieger bedankte sich bei seinem Konkurrenten über die Art und Weise der Renngestaltung: „Musa hat ordentlich Druck gemacht, sodass ich unterwegs mit Seitenstichen Probleme hatte, in Kontakt zu bleiben. Er hat mich sogar immer wieder aufgemuntert, dass wir es gemeinsam versuchen sollen. Am Ende habe ich so etwas wie eine zweite Luft gespürt und die letzten 400 Meter schnell rennen, das geht immer noch.“

Philipp Pflieger zeigte sich im Zielbereich aufgeräumt wie immer. „Es war ein Riesenjahr für mich“, blickte er mit berechtigtem Stolz zurück. Schließlich lagen zwischen den beiden Titeln über 10.000 Meter auf der Bahn und 10 Kilometer auf der Straße die Verbesserung über 5.000 Meter auf 13:31,24 Minuten und die damit verbundene Europameisterschaftsteilnahme. „So habe ich es mir auch erträumt.“

Durchgangsstation für Sören Kah

Während für Philipp Pflieger mit dem Gewinn der deutschen 10 Kilometer-Meisterschaft die Saison beendet ist, blickt Sören Kah (LG Lahn-Aar-Esterau) zuversichtlich nach vorne. Schließlich möchte er nach seinem couragierten Auftritt, der ihm nach 29:54 Minuten die Bronzemedaille einbrachte, in Frankfurt seine führende Rolle im Marathonlauf mit einem weiteren Leistungssprung bestätigen.

Hinter den überraschend auf den weiteren Plätzen folgenden Jakob Stiller (LAZ Leipzig; 29:59 min) und Jan Simon Hamann (USC Bochum; 30:01 min) folgte auf Rang sechs mit Sebastian Reinwand der nächste Läufer der LG Telis Finanz Regensburg, die mit dem 19-Jährigen Jonas Koller auch Mannschaftssieger werden konnten.

Bericht von Wilfried Raatz auf www.leichtathletik.de

=> zu den Ergebnissen der Deutschen 10 km-Meisterschaften in Nagold

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