Tübingen wird "Regionales Spitzensportzentrum"

TÜBINGEN: »Das ist wie Oper. Das kostet nur Geld und bringt nichts.« Günther Lohre, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Leichtathletik-Verband, liebt klare Aussagen. Den Opern-Vergleich hat der ehemalige Weltklasse-Stabhochspringer für die Leichtathletik im Gegensatz zum Fußball deshalb gewählt, weil er um die finanziellen Schwierigkeiten der feinen, bisweilen exklusiven Individualsportart nur zu genau weiß. Deshalb setzt Lohre alles daran, in der olympischen Kernsportart, die Spitzensportler so weit es geht, umfänglich zu fördern und damit zugleich das Vereinssterben zu stoppen.

Und weil Lohre im Landessportverband Baden-Württemberg mitgeholfen hat, das neue und ambitionierte Programm »Spitzensportland Baden-Württemberg« aufzulegen, war es ihm vorbehalten, jetzt die LAV Tübingen mit der Auszeichnung »Regionales Spitzensportzentrum« zu prämieren. Symbolisch brachte der 58-Jährige am Donnerstag dafür ein entsprechend beschriftetes Schild fürs Tübinger Vereinsgelände mit.

Somit ist bald weithin für jeden sichtbar, dass in der Unistadt in und für die Leichtathletik prima Arbeit geleistet wird. Die ganze Aktion ist eine Premiere, denn die LAV Tübingen ist ab sofort landesweit das erste regionale Spitzensportzentrum in der Leichtathletik überhaupt. Neben den Bundestützpunkten Stuttgart und Mannheim wird die Neckarstadt daher in den nächsten vier Jahren teils großzügige und vor allem finanzielle Unterstützung für ihre Konzepte und besonders für die Betreuung ihrer Athleten im Disziplinbereich Lauf erhalten. Dazu zählen auch der Sprint und der Hürdenlauf, wie der Leistungssportdirektor Sven Rees vom Württembergischen Leichtathletik-Verband erklärte.

Möglich wurde die Auszeichnung, weil die LAV in den letzten Jahren gemeinsam mit lokalen Sponsoren wie der Paul Horn GmbH und der Kreissparkasse in große Vorleistung gegangen war. Darüber hinaus sei die Infrastruktur hervorragend für ein Spitzensportzentrum mit dem Stadion, der Halle, der Partnerschule des Sports (Geschwichter-Scholl-Schule) und der Kooperation mit der Universität. Ebenso wichtig war, dass die LAV mit Dorinel Andrescu, Andreas Gau und René Stauß drei hauptamtliche Trainer beschäftigt. All das sei einzigartig und gehöre belohnt. LAV-Vorsitzender Eugen Höschele versprach denn auch mit seinen ehrenamtlichen Mitstreitern und einem Handschlag auf die Zukunft, »die solide und zukunftsweisende Arbeit der LAV an der Basis wie an der Spitze weiter voranzubringen«.

Quelle: Reutlinger Generalanzeiger | Gabriela Thomas | www.gea.de


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