Leichtathletik-Weltfinale: Große Duelle, EM-Revanchen und fünf deutsche Wildcards

Packende Duelle der Superstars, aber auch einige EM-Revanchen: Beim Weltfinale der Leichtathletik auf der neuen, grünen Laufbahn im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion wird am 9. und 10. September 2006 Leichtathletik vom Feinsten geboten. Europameister Francis Obikwelu (POR) gegen Weltrekordler Asafa Powell (JAM) über 100 m ist einer der Höhepunkte, im Hochsprung der Männer will sich Stefan Holm (SWE) für die Niederlage in Göteborg gegen Europameister Andrey Silnov (RUS) revanchieren.

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Im Stabhochsprung sind die deutschen Springer Tim Lobinger (Köln) und Lokalmatador Fabian Schulze heiß auf den Sieg. „In jeder der 36 Disziplinen stehen interessante Konstellationen auf dem Programm, so dass quasi im Minutentakt mit hochkarätigen Leistungen gerechnet werden muss“, streicht Andreas Kroll, der Geschäfts-führer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft, heraus und ergänzt: „Bisher sind über 30.000 Tickets weg.“

In Göteborg sicherte sich Francis Obikwelu beide Sprint-Titel und vor allem über 100 m (Samstag 16.50 Uhr) brennt er jetzt auf das Duell mit Weltrekordler Asafa Powell. Dessen Auftritte in dieser Saison waren stets eine Demonstration von beeindruckendem Selbstbewusstsein, aber auch Obikwelu vermochte in dieser Hinsicht zu überzeugen. Powell lief 2006 schon zehn Mal unter zehn Sekunden und stellte in Zürich mit 9.77 Sekunden den Weltrekord ein. Im Kampf um den Millionen-Jackpot der Golden League hat er mit fünf Siegen bereits seinen Anteil ergattert, der sich bei einem Erfolg in Berlin am Sonntag noch erhöhen kann. Der Portugiese zeigte sich in Göteborg der Konkurrenz klar überlegen und holte Gold in 9.99 Sekunden. In Stuttgart wer-den sich die beiden Top-Sprinter sicherlich wieder zu schnellen Zeiten unter zehn Sekunden treiben. Francis Obikwelu zu seinem Start im Daimler-Stadion: „Ich bin noch nie in Stuttgart gelaufen, habe aber schon viel von der tollen Atmosphäre gehört. Da freue ich mich drauf.“

Revanche für Platz 3 bei der EM will Schwedens Hochsprungstar Stefan Holm nehmen. Mit 2.34 m musste der Olympiasieger sich Überraschungs-Europameister Andrey Silnov beugen – und dies ausgerechnet in seiner Heimat. Der junge Russe überquerte 2.36 m und war an diesem Tag der Bessere. In Stuttgart (Samstag 14.50 Uhr) will Holm den Spieß umdrehen: „Die WM 1993 habe ich am Fernseher verfolgt. Es war eine fantastische Stimmung, und ich freue mich auf das tolle Stuttgarter Publikum.“

Auf einen deutschen Erfolg hoffen die Leichtathletik-Fans im Stabhochsprung der Männer (Samstag 13.35 Uhr), wo zum einen Sechs-Meter-Springer Tim Lobinger, in Göteborg Silbermedaillengewinner, und der für Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg startende Echterdinger Fabian Schulze zum Stab greifen. Gefahr droht den beiden Deutschen aber zum Beispiel von den Australiern Paul Burgess und Steven Hooker, die in diesem Jahr jeweils schon 5.85 m übersprungen haben, ebenso wie der Amerikaner Brad Walker. Interessant verspricht der Weitsprung (Sonntag 13.40 Uhr) zu werden, bei dem der Weltjahresbeste Irving Saladino (PAN) auf Europameister Andrew Howe (ITA) trifft: 8.56 m schaffte Saladino 2006, mit 8.41 m stehen für den Italiener zu Buche.

Wildcards für Lammert, Marx, Bartels, Esenwein und Blaschek

Für zwei Lokalmatadore wird der Saison-Höhepunkt im Daimler-Stadion zum Heimspiel: Kugelstoßerin Petra Lammert und Speerwerfer Peter Esenwein (Salamander Kornwest-heim/Ludwigsburg). Beide gehen mit einer Wildcard an den Start. Die 22-jährige Stuttgarterin Petra Lammert, die jetzt für den SC Neubrandenburg startet, gewann in Göteborg die Bronzemedaille, ihr Wettkampf beginnt am zweiten Tag des Weltfinales um 14.15 Uhr.

Der Uhinger Peter Esenwein, der als jetzt 38-Jähriger besser denn je wirft und EM-Sechster wurde, freute sich riesig über die Wildcard: „Das ist genial. Nachdem ich lange verletzt war, bin ich in diesem Jahr noch sehr gut in Schwung gekommen. Jetzt möchte ich beim Auftritt vor heimischem Publikum einen tollen Wettkampf zeigen.“ Das Speerwerfen ist auf Sonntag 16.05 Uhr terminiert. Drei weitere Wildcards für deutsche Athleten gibt es für Claudia Marx (Team Erfurt) über 400 m Hürden (Samstag 14.10 Uhr), Europameister Ralf Bartels (SC Neubrandenburg) im Kugelsto-ßen (Samstag 14.15 Uhr) und Thomas Blaschek (LAZ Leipzig), den Vize-Europameister über 110 m Hürden (Samstag 15.35 Uhr).

„Die Zuschauer bekommen an beiden Tagen im Daimler-Stadion in jeweils dreieinhalb Stunden in komprimierter Form Höchstleistungen am laufenden Band serviert, das muss man einfach live erleben“, rührt Andreas Kroll die Werbetrommel, „Karten gibt es nur noch in den Kategorien zwei, drei und vier.“

Eintrittskarten für das Weltfinale der Leichtathletik kosten zwischen zehn und 30 Euro (Tages-Ticket) beziehungsweise zwischen 15 und 50 Euro (Zwei-Tages-Ticket). Schüler, Studenten, Behinderte, Auszubildende sowie Zivil- und Wehrdienstleistende erhalten 50 Prozent Ermäßigung. Business Seats mit Hospitality- und Parkberechtigung kosten 140 Euro (ein Tag) und 220 Euro (zwei Tage). Alle Karten sind über den EASY TICKET SERVICE (Telefon 07 11 – 2 55 55 55, www.easyticket.de) sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und an den Stadionkassen erhältlich. Sie gelten als Kombiticket und berechtigen ab drei Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis Betriebsschluss für die Fahrt mit den VVS-Verkehrsmitteln (2. Klasse) zum Gottlieb-Daimler-Stadion und für die Rückfahrt.

Das Weltfinale der Leichtathletik im Internet: www.weltfinale.de

Pressemitteilung in.Stuttgart
31.08.2006

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