Deutsche Meisterschaften über 10.000 Meter mit Staffeln in Tübingen

Einen großartigen Auftakt in die Leichtathletik-Saison 2006 bildeten die Deutschen Meisterschaften der Langstaffeln und über 10.000 m am Samstag im Stadion des Instituts für Sportwissenschaften in Tübingen. Alles hat gepasst: die Witterungsbedingungen, das begeisterte Publikum – rund 2.000 Leichtathletikfans fanden den Weg nach Tübingen – die Leistungen der Athleten mit spannenden Entscheidungen und natürlich nicht zu vergessen die ausgezeichnete Organisation des Ausrichters LAV ASICS Tübingen.

Foto1
Großartige Stimmung im Uni-Stadion in Tübingen bei den 10.000 Metern der Frauen

So konnten LAV-Vorsitzender Dieter Baumann, DM-Projektleiter Gerold Knisel und natürlich auch WLV-Präsident Jürgen Scholz ein durchweg positives Fazit des Nachmittags ziehen. „Das war Leichtathletik zum Anfassen auf höchstem Niveau, eine bessere Werbung für die Leichtathletik konnten wir nicht erwarten“ so WLV-Präsident Scholz.

Der Höhepunkt der Meisterschaften war zweifellos die Entscheidung über 10.000 Meter der Männer. In einem mitreißenden Rennen unterboten gleich 3 deutsche Läufer die EM-Norm. Den Titel sicherte sich am Ende Jan Fitschen vom TV Wattenscheid in ausgezeichneten 28:19,57 Minuten. Er konnte sich einige Runden vor Schluss von seinen Verfolgern absetzen. Platz 2 ging an seinen Vereinskameraden Alexander Lubina in 28:37,40 Minuten, Dritter wurde André Pollmächer (LAC Erdgas Chemnitz) in 28:37,95 Minuten. Alle drei strahlten im Ziel und freuten sich gemeinsam mit DLV-Disziplintrainer Detlef Uhlemann über die deutliche Erfüllung der EM-Norm von 28:45 Minuten.

Foto2
Jan Fitschen (Nr. 174) auf dem Weg zum Titel, André Pollmächer (Nr. 127) noch auf Platz 2

Leider musste Lokalmatador Sebastian Hallmann wegen eines Magen-Darm-Infektes passen. So war Junior Peter Kotz von der TSG Ehingen auf Platz 5 bester Württemberger. Er lief in Tübingen ein tolles Rennen und unterbot in 29:57,83 Minuten zum ersten mal die 30 Minuten-Marke. Dies brachte ihm in der Juniorenwertung den 2. Platz und den Gewinn der Silbermedaille. Markus Weiß-Latzko von der LSG Aalen war der zweite Württemberger im Feld; er belegte in 30:55,17 Minuten Rang 6 in der Juniorenwertung und Platz 11 im Gesamtklassement.

Foto3
Peter Kotz (im roten Trikot), Vizemeister über 10.000 Meter der Junioren

Über 10.000 Meter der Frauen war Irina Mikitenko vom TV Wattenscheid eine Klasse für sich. Sie setzte sich von Beginn an an die Spitze des Feldes und sorgte für ein hohes Tempo. Nur die Belgierin Mieke Geens konnte ihr auf der ersten Hälfte des Rennens noch folgen. Nach einem tollen Finish blieben die Uhren für Irina Mikitenko bei 32:30,33 Minuten stehen. Damit sicherte sie sich zwar überlegen den Meistertitel, blieb aber ganz kapp über der geforderten EM-Norm von 32:25 Minuten.

Foto4
Anja Schnabel holte die zweite Silbermedaille für den WLV

Auch hier gab es in der Wertung der Juniorinnen für eine WLV-Läuferin die Silbermedaille. Anja Schnabel vom LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg zeigte ein tolles Rennen und steigerte sich auf 34:49,27 Minuten. In der Frauenwertung reichte dies zu Platz 4. Melissa Vrohlings vom VfL Sindelfingen kam in der Gesamtwertung auf Rang 12 in 36:59,60 Minuten (Juniorenwertung Platz 4), Sinja Trotter vom Gastgeber LAV ASICS Tübingen belegte in 37:52,75 Minuten Platz 16 (Juniorenwertung Platz 7).

Über 5.000 Meter der weiblichen Jugend ging der Titel in 16:56,57 Minuten an Julia Hiller vom LAC Quelle Fürth/München/Würzburg. Beste WLV-Vertreterin war Sarah Cornelsen vom TuS Metzingen auf Platz 11 in 18:16,11 Minuten. Platz 16 ging an Judith Wagner vom LAV ASICS Tübingen in 19:09,68 Minuten.

Ein packendes Rennen zeigten die 16 angetretenen Staffelteams über 3x1000 Meter. Deutlicher Sieger war am Ende das Trio der LG Nord Berlin mit Jonas Stifel, Carsten Schlangen und Franek Haschke als Schlussläufer, die mit 7:06,26 Minuten eine Klassezeit vorlegten und deutlich vor dem Laufclub Erfurt (7:13,78 Minuten) lagen. 3 WLV-Teams konnten sich unter den ersten acht Mannschaften platzieren. Fünfter wurde die Staffel der LAV ASICS Tübingen mit Matthias Keller, Hindernisspezialist Filmon Ghirmai und Christian Atz in 7:18,98 Minuten; eine Platz dahinter kam die LSG Aalen mit Christian Munz, Tillmann Weiss und Martin Allgeyer in 7:20,60 Minuten ins Ziel und Achter wurde der VfL Sindelfingen mit Malte Endres, Florian Beslmeisl und Bastian Franz in 7:21,12 Minuten.

Foto 5
Das Feld über 3x1000m der Männer

Den vierten Titel für den TV Wattenscheid gab es über 3x800 Meter der Frauen. Janina Goldfuß, Kerstin Werner und Monika Gradzki hatten am Ende rund 2 Sekunden Vorsprung vor dem SC Potsdam, bei denen Julia Hilgendorf, Claudia Hoffmann und Antje Mölder im Team standen. Eine WLV-Mannschaft war hier zwar nicht am Start aber immerhin hatte die Hüttlingerin Kerstin Werner im Dress des TV Wattenscheid maßgeblichen Anteil am Titelgewinn Ihres Vereins TV Wattenscheid.

Die gesamten Ergebnisse finden Sie [HIER].

Fotos der Veranstaltung finden Sie [HIER]

Zurück 

Unsere Partner

Top Events

Deutsche Hallenmeisterschaften 2018Leichtathletik-EM 2018

AKTUELL

WLV Bestenliste

WLV-Bestenliste

Cosa Win

CosaWin