20 Jahre Sparkassen-Cup - "Wahnsinnsduell" und "Super-Rennen" über 3000 m

Die Resonanz des Publikums verspricht heute schon eine tolle Atmosphäre: "Wir haben - Stand Dienstagmorgen - bis jetzt 6.500 Karten im Vorverkauf abgesetzt", kann Andreas Kroll, der Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, erfreut vermelden, "so, wie es momentan aussieht, steuern wir auf einen neuen Zuschauerrekord beim Sparkassen-Cup hin." Die bisherige Bestmarke liegt bei 7.200 Besuchern, erreicht im Jahr 1997.

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Sparkassen-Cup Pressekonferenz am 24. Januar 2006

Mehr als 190 Namen aus 33 Nationen stehen auf den Teilnehmerlisten, die Meeting-Direktor Fredy Schäfer zusammengestellt hat, darunter zahlreiche Medaillengewinner der Olympischen Spiele 2004 in Athen, der Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki und der Hallen-Weltmeisterschaften 2004 in Budapest.

3000 m der Frauen "ein Wahnsinns-Duell in Weltrekordnähe"

Schäfer ist vor allem auf die 3000 m der Frauen gespannt, "das wird ein Wahnsinns-Duell in Weltrekordnähe". Er meint das Aufeinandertreffen von Berhane Adere und Meseret Defar (beide Äthiopien. "Die kann Weltrekord laufen", ist Fredy Schäfer von den Qualitäten Defars überzeugt. Immerhin wurde die 22-Jährige 2004 in Athen Olympiasiegerin über 5000 m und in Budapest Hallenweltmeisterin über 3000 m. Im Sommer gewann sie bei der WM in Helsinki die Silbermedaille. Außerdem siegte sie in den beiden letzten Jahren über diese Strecke beim World Athletics Final, das bekanntlich am 9. und 10. September sowie 2007 und 2008 in Stuttgart stattfinden wird.

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Meetingdirektor Fredy Schäfer hat wieder Klassefelder zusammengestellt.

Berhane Adere hält mit 8:29,15 Minuten immer noch den 3000-m-Weltrekord, den sie 2002 in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle aufgestellt hat. Auch 2004 setzte sie beim Sparkassen-Cup eine neue Marke, den damals gelaufenen Weltrekord über 5000 m (14:39,29) verbesserte jedoch in der Zwischenzeit ihre Landsfrau Tirunesh Dibaba im letzten Jahr in Boston (14:32,93). Adere holte bei der Weltmeisterschaft 2005 in Helsinki Silber über 10000 m, nur bezwungen von - Tirunesh Dibaba. 2003 in Paris war Berhane Adere 10000-m-Weltmeisterin geworden.

Saif Saaeed Shaheen gegen seine ehemaligen Landsmänner

Auch bei den Männern erwartet der Meeting-Direktor "ein Super-Rennen mit hochinteressanten Läufern". Schäfers Hoffnungen ruhen vor allem auf Saif Saaeed Shaheen. Der 23-Jährige wurde als Stephen Cherono in Kenia geboren und wechselte im August 2003 die Staatsbürgerschaft. Jetzt läuft der zweimalige Weltmeister über 3000 m Hindernis (2003 Paris, 2005 Helsinki) für Qatar. Am 3. September 2005 stellte er beim Van Damme Memorial in Brüssel in 7:55,31 Minuten einen neuen Weltrekord auf.

Überhaupt war er im letzten Jahr der dominierende Mann über die Hindernisse, denn er siegte außer bei der WM und in Brüssel auch noch beim Grand Prix in Athen, der Golden Gala in Rom sowie bei Weltklasse Zürich. 2003 und 2004 gewann er das World Athletics Final in Monte Carlo. Er trifft auf starke Konkurrenz, denn seine ehemaligen Landmänner Eliud Kipchoge, Shadrack Korir und Paul Bitok sowie der Sparkassen-Cup-Sieger von 2005 Mushir Salim Jawher (Brunei) sind ebenfalls in der Lage, schnelle 3000-m-Zeiten zu laufen.

WM-Revanche über 60 m Hürden der Frauen

Über 60 m Hürden der Frauen hat Schäfer eine WM-Revanche arrangiert. Die Amerikanerin Michele Perry, Weltmeisterin über 100 m Hürden und die überragende Hürdenläuferin des Jahres 2005, trifft auf die WM-Zweite von Helsinki, Delloreen Ennis-London (JAM). Perry gewann in 12,66 und distanzierte ihre 30-jährige Kontrahentin um eine Zehntelsekunde. Michelle Perry war im vergangenen Jahr die dominierende 100-m-Hürdenläuferin. Dies unterstreicht die Tatsche, dass die 26-Jährige sechs der sieben schnellsten Zeiten 2005 gelaufen ist: 12,43, zweimal 12,45, 12,52, 12,54 und 12,55 Sekunden. Lediglich Joanna Hayes (USA) konnte sich mit 12,47 Sekunden genau zwischen die sechs besten Resultate der Weltmeisterin schieben.

Im September 2005 sicherte sich Michelle Perry zudem in Monte Carlo (Monaco) den Sieg beim World Athletics Final. Sie bringt übrigens auch in einigen anderen Disziplinen ausgezeichnete Leistungen: 22,91 Sekunden (200 m), 1,70 m (Hochsprung), 6,14 m (Weitsprung) oder 40,73 m (Speerwurf) - 2004 wurde die schnelle Michelle bei Olympia in Athen 14. im Siebenkampf der Spezialistinnen.

Beim Sparkassen-Cup muss sich Perry - außer Delloreen Ennis-London - weiterer harter Konkurrenz erwehren: Zum Beispiel durch ihre Landsfrau, die Weltranglisten-Dritte Anjanette Kirkland, oder die WM-Vierte Kirsten Bolm (MTG Mannheim). Aber auch die beiden Jamaikanerinnen Vonette Dixon und Lacena Golding-Clarke können um den Sieg mitlaufen.

Im Weitsprung der Frauen spekuliert Fredy Schäfer auf ein "Knacken der Sieben-Meter-Marke" und hat hier besonders die WM-Zweite Tatyana Kotova (RUS) im Auge. Die 29-Jährige sprang schon mehrmals über sieben Meter, war Europameisterin 2002 in München, Hallen-Weltmeisterin 2003 in Birmingham, Olympia-Dritte 2004 in Athen und Siegerin beim World Athletics Final 2005.

Hochkarätige Rennen über 60 m und 200 m der Männer

Ein Highlight versprechen auch die Sprints der Männer zu werden. Über 60 m laufen unter anderem Hallen-Europarekordler Ronald Pognon (FRA) und der WM-Fünfte über 100 m, Dwight Thomas (JAM), gegeneinander. Lokalmatador und Deutschlands Sprinthoffnung Tobias Unger (LAZ Salamnder Kornwestheim/Ludwigsburg) benutzt die 60 m als "Aufgalopp" für die 200 m, die er 2005 in der Schleyer-Halle gewann und dafür den Sparkassen-Cup erhielt. Bei Olympia und bei der WM war er als jeweils Siebter schnellster Weißer und schnellster Europäer, außerdem verbesserte er im letzten Jahr den Deutschen Rekord auf 20,20 Sekunden. Der aktuelle Hallen-Europameister trifft unter anderem auf den amtierenden Hallen-Weltmeister Dominic Demeritte (BAH).

Weltmeister Rens Blom führt Stabhochsprungfeld an

Hoch hinaus gehen wird es auch beim Stabhochsprung der Männer, wo der Weltmeister von Helsinki, Rens Blom (NED), auf den Hallen-Welt- und Europameister Igor Pavlov (RUS), die starken Ukrainer Denijs Yurchenko und Ruslan Yeremenko - Sparkassen-Cup-Sieger 2005 -, die alle schon höher als 5,84 m gesprungen sind. Auch Tim Lobinger will ihm den Erfolg streitig machen, der Kölner ist immer wieder für eine Überraschung gut.

"Sparkassen-Cup Auftakt für ein ereignisreiches Jahr 2006"

"Für den Württembergischen Leichtathletik-Verband ist der Sparkassen-Cup Auftakt eines grandiosen und überaus ereignisreichen Jahres 2006", freut sich WLV-Präsident Jürgen Scholz. "In unserem Bundesland finden die Deutschen Hallenmeisterschaften Ende Februar in Karlsruhe, die Deutschen Meisterschaften Mitte Juli in Ulm und der absolute Saison-Höhepunkt am 9. und 10. September im Stuttgarter Daimler-Stadion - das IAAF World Athletics Final - statt. Internationale Höhepunkte sind die Hallen-WM in Moskau Anfang März sowie die Europameisterschaften im August in Göteborg." Scholz weiter: "Tobias Unger hat mit seinen Leistungen und seiner Entwicklung in den beiden letzten Jahren beim WLV und beim Deutschen Leichtathletik-Verband für eine Aufbruchstimmung gesorgt, die Leichtathletik auch für den Nachwuchs wieder interessant macht." Und der Sparkassen-Cup habe mit seiner tollen Atmosphäre, dem begeisterungsfähigen und sachkundigen Stuttgarter Publikum und den gezeigten Leistungen in der Vergangenheit diese Entwicklung ebenfalls wesentlich mitbestimmt.

Wichtig war den Organisatoren in all den Jahren immer die Einbindung der Kinder und Jugendlichen. Auch die Sparkassen, in deren Unternehmensphilosophie der Sport eine überaus wichtige Rolle spiele, so Verbandsgeschäftsführer Tilmann Hesselbarth, legten schon immer ein Hauptaugenmerk auf die Nachwuchsförderung, "deshalb sind wir schon seit vielen Jahren erfolgreich bei 'Jugend trainiert für Olympia' engagiert".

Darüber hinaus sind im Rahmenprogramm erneut die Finalläufe der Schulstaffeln im Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" terminiert, in den hochkarätig besetzten Einlageläufen und auch in den Hauptkonkurrenzen haben die Aktiven des WLV Gelegenheit, sich mit der Weltklasse zu messen. Für die Nachwuchs-Zuschauer bietet wiederum das "Sparkassen-Kinderland" auf über 400 Quadratmetern Möglichkeiten zu Spiel, Spaß und spannender Unterhaltung, betreut und unterstützt durch fachkundige und kompetente Übungsleiterinnen und Übungsleiter.

Zum 20-jährigen Jubiläum des Sparkassen-Cups präsentiert die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft im Umgang und im Foyer der Schleyer-Halle zahlreiche Erinnerungsstücke aus 20 Jahren Leichtathletik in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle: Angefangen von hochinteressanten Bildern bis hin zu "historischen" Schuhen der Firma Puma. Begleitet wird die Ausstellung von der Sonder-Schau "50 Jahre Sport in Baden-Württemberg".

Alle Eintrittskarten sind Kombitickets: Fahrt mit dem VVS inklusive

Die Tickets kosten zwischen 17 Euro in Kategorie III und 33 Euro in Kategorie I. Für Familien interessant sind folgende Angebote: In den Kategorien II und III zahlen zwei Erwachsene und ein Jugendlicher bis 18 Jahre 49 Euro beziehungsweise 30 Euro und jedes weitere Kind neun Euro (Kategorie II) und sechs Euro (Kategorie III); oder ein Erwachsener und ein Jugendlicher bis 18 Jahre 29 Euro beziehungsweise 18 Euro und jedes weitere Kind neun Euro (Kategorie II) und sechs Euro (Kategorie III). Bei Vorlage eines gültigen Ausweises erhalten Schüler, Studenten, Behinderte, Auszubildende, Zivil- und Wehrdienstleistende ermäßigte Tickets zu sechs Euro (Kategorie III) beziehungsweise zu 20 Euro (Kategorie II). Alle Eintrittskarten gelten als Kombiticket, das heißt, sie berechtigen ab drei Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis Betriebsschluss für die Fahrt mit den VVS-Verkehrsmitteln (2. Klasse) zur Hanns-Martin-Schleyer-Halle und für die Rückfahrt.

Karten für den 20. Sparkassen-Cup gibt es über den EASY TICKET SERVICE per Telefon (07 11 - 2 55 55 55), per Fax (07 11 - 2 55 55 66) oder online (www.easyticket.de) sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen

Haben Sie Fragen zum Sparkassen-Cup ? Dann senden Sie uns doch einfach ein eMail an folgende Adresse: info@sparkassen-cup.de

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