Stellungnahme des WLV-Präsidenten zur Diskussion um das Weltfinale

Liebe Leichtathletikfreunde,

in der vergangenen Woche konnten Sie in der Tagespresse die Berichterstattung um das finanzielle Defizit bei der Ausrichtung des Weltfinales der Leichtathletik am 9. und 10. September diesen Jahres in Stuttgart verfolgen. Dafür, dass das finanzielle Ergebnis dieser Veranstaltung nicht mit dem sportlichen Erfolg mithalten konnte, gibt es sicherlich eine ganze Reihe von Gründen.

In erster Linie sind dabei die schwierigen Bedingungen zur Vermarktung der Veranstaltung anzuführen. Die fehlende Präsenz im öffentlich-rechtlichen TV spielte eine zentrale Rolle, die Abschöpfung der Marketingetats durch die Fußball-WM im eigenen Lande, die schwierige Zusammenarbeit mit der Marketingagentur der IAAF sowie die in Stuttgart noch unbekannte Größe dieser Veranstaltung trugen einen weiteren Teil dazu bei.

Eines muss jedoch mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen werden: Der Vorwurf an die Veranstalter, das Stadion nur durch das Verschenken von Eintrittskarten in großem Stil gefüllt zu haben, entbehrt jeder Grundlage und muss mit Entschiedenheit zurückgewiesen werden.

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Die fast vollbesetzte Haupttribüne beim Weltfinale der Leichtathletik

Gemeinsam mit unserem Partner, der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart haben wir die Eintrittspreise zu diesem Leichtathletik-Highlight ganz bewusst familienfreundlich gestaltet; diese Veranstaltung war für alle Leichtathletik-Fans erschwinglich. Und das erfreuliche Ergebnis mit 56.000 Zuschauern, die an den beiden Tagen insgesamt im Gottlieb-Daimler-Stadion tolle Leichtathletik erlebt haben, hat uns recht gegeben.

Neben einer eng begrenzten Anzahl verdienter Funktionsträger und Freikarten für Werbezwecke sind nur noch die an den Staffelwettbewerben im Rahmen des Weltfinales teilnehmenden Kinder in den Genuss von Freikarten gekommen. Die Gesamtzahl der ausgegebenen Freikarten lag im Vergleich mit Sicherheit unter der ähnlicher Veranstaltungen.

Das Verbreiten solcher Fehlinformationen ist natürlich für den Fortbestand des Weltfinales und den weiteren Erfolg in den Jahren 2007/08 extrem schädlich. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass die Entscheidungsträger auf Seiten der Landeshauptstadt Stuttgart die Fakten realistisch beurteilen. Die erfolgreiche Erstauflage des Weltfinales in diesem Jahr hat den Grundstein gelegt, um in den beiden kommenden Jahren auch unter finanziellen Gesichtspunkten besser abzuschneiden. So kommen zum Beispiel von ARD und ZDF Signale, die eine TV-Zeit im kommenden Jahr sehr wahrscheinlich machen. Und die beiden glanzvollen Leichtathletiktage am 9. und 10. September 2006 im Gottlieb-Daimler-Stadion haben einmal mehr gezeigt, dass Stuttgart einer der Leichtathletikstandorte weltweit schlechthin ist.

In diesem Sinne bitte ich Sie, gemeinsam mit uns für eine Fortführung des Weltfinales der Leichtathletik in Stuttgart zu arbeiten.

Ihr
Jürgen Scholz
WLV-Präsident

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