18. Sparkassen Alb Marathon Schwäbisch Gmünd

Am vergangenen Samstag (25.10.) fand der größte Ultramarathon Süddeutschlands, der Sparkassen Alb Marathon Schwäbisch Gmünd über 50 km statt, der von der DJK Schwäbisch organisiert und von der Gmünder Tagespost / Schwäbische Post präsentiert wird. In diesem Jahr fand das Rennen an einem der wohl letzten schönen Herbsttage bei Sonnenschein und kalten Temperaturen (morgens Bodenfrost, nachmittags 15°C), also idealem Laufwetter statt. Kaiserwetter über den Drei Kaiserbergen.

Mit Meldezahlen von insgesamt 1.850 sowie 1.733 Läufern im Ziel der verschiedenen Wettbewerbe wurde ein neuer Teilnehmerrekord erreicht, auch wenn er nicht ganz so hoch ausfiel, wie im Vorfeld erwartet. Dennoch sind die 2.000 nach wie vor eine schöne, runde Zahl und die DJK will versuchen, sie nächstes Jahr zu erreichen.

Der Start erfolgte für die 25-, 30- und 50km- Wettbewerbe gemeinsam um 10 Uhr vom historischen Marktplatz in der Mitte der Stadt, wo die Läufer und Walker von Bürgermeister Joachim Bläse auf die Strecken geschickt wurden. Das Startsignal zum umicore 10km- Lauf gab um 12 Uhr der Geschäftsführer von umicore Schwäbisch Gmünd, Herr Engert.

Sehr zufrieden war Organisationsleiter Erich Wenzel (DJK Schwäbisch Gmünd): „Der Sparkassen Alb Marathon 2008 war ein Erfolg und die Verlegung des Ziels zum Marktplatz beginnt sich auszuzahlen, besonders im Hinblick auf die Zuschauerzahlen“, und
Pressesprecher Matthias Wenzel ergänzt: „Der Alb Marathon entwickelt sich immer mehr von einem Lauf der DJK Schwäbisch Gmünd zu einer Gemeinschaftsleistung der Gmünder unter Leitung der DJK. Inzwischen helfen neben den Partnervereinen TSV Wäschenbeuren, TSGV Rechberg, TV Straßdorf, TV Wißgoldingen und TSGV Waldstetten (die für ihre Gemeinden die Verpflegungsstellen und Posten betreuen) das Jugendhaus (AOK- Bambini- und Sparkassen Schülerläufe), das DRK, das THW (Verpflegung auf der Strecke), die Freiwillige Feuerwehr Gmünd (Absperrung Bocksgasse) und der AGV 1973 (u.a. Posten umicore 10km- Lauf) mit, außerdem die Stadt Schwäbisch Gmünd (Fahrzeuge, Absperrung). Auch die Sponsoren AOK und KSK stellen für „ihre“ Läufe zusätzlich Arbeitskräfte zur Verfügung. All ihnen gilt unser Dank“

In jedem Jahr ihren eigenen Reiz haben die AOK- Bambiniläufe auf der Marktplatzrunde, die mit rund 370 Teilnehmern wieder ähnlich stark frequentiert waren wie im Vorjahr. Sie werden in Gmünd inzwischen gerne angenommen und sind eine Bereicherung des Alb Marathons. Die Kinder wurden von der AOK einheitlich mit T- Shirts ausgestattet und liefen in 2 getrennten Läufen je nach Alter eine kleine 300m- Marktplatzrunde (3-4 Jährige) oder eine große Marktplatzrunde von 500m (5- und 6-jährige).

Bei den Sparkassen-Schülerjahrgangsläufen war die Beteiligung zwar insgesamt mäßig, aber höher als im Vorjahr. Es gingen insgesamt 123 Schüler an den Start. In den Grundschulklassen gingen viele Teilnehmer(innen) gemeinsam an den Start, und die Rennen waren eine bunte und farbenfrohe Sache. Dagegen mussten die Jahrgänge 1997-1999 gemeinsam auf die Strecke geschickt werden, damit überhaupt ein Rennen stattfinden konnte.

Der Sparkassen Alb Marathon
Matthias Dippacher aus Kempten gewann die 50-Kilometerdistanz des Alb-Marathons in Schwäbisch Gmünd. Den Sieg bekam er aber eindeutig nicht geschenkt, denn das Feld war hochklassiger als in den Vorjahren und es wurde großer Sport geboten. So löste sich zu Anfang ein Pulk aus 5 Läufern vom Feld (Dippacher, Wieser, Schumacher, Schiessl und der Sieger des 25 km-Laufs, Dutschak), der von Anfang an schnell unterwegs war und den Rechberg in einer Zeit von unter 1:40 Stunden passierte. Dort hatte sich Dippacher 30 Sekunden Vorsprung herausgelaufen, darauf folgte der diesjährige Sieger des Ulm Marathons, Richard Schumacher und weitere 15 Sekunden darauf der 9malige Seriensieger des Alb Marathon, Jürgen Wieser gleichauf mit dem Berglauf- Weltmeister des Jahres 2006, Helmut Schiessl. Bis dahin war die Erwartung, dass Wieser in seinem berüchtigten Antritt auf der zweiten Hälfte, für den er seit nunmehr einem Jahrzehnt bekannt ist, das Rennen an sich reissen würde. Stattdessen war es aber Dippacher, der über Stuifen wie Schwarzhorn und abwärts bis Waldstetten (Kilometer 42) seinen Vorsprung auf über 3 Minuten ausbaute. Das Rennen schien gelaufen.

Stattdessen ging es jedoch erst richtig los und es kam das große Aufbäumen des Jürgen Wieser. Wieser hatte sich inzwischen von Schumacher und Schiessl, die auf der zweiten Hälfte etwas einbrachen gelöst und holte durch einen beherzten Tempolauf auf den folgenden 5 km den Rückstand bis auf etwa 50 m auf. Etwa 2km vor dem Ziel konnte Wieser jedoch nicht mehr weiter aufholen, und als auf den letzten 500 m eine alte Muskelverletzung aufbrach war das Rennen entschieden. Wieser selbst sah die Verletzung jedoch nicht als entscheidenden Faktor an: „Matthias war heute eindeutig besser. Aber nächstes Jahr sehen wir uns noch einmal wieder. Ich möchte die 10 Siege voll machen.“
Helmut Schiessl wurde in 3:26:41 Stunden Dritter, Richard Schumacher vom AST Süssen, der wenn nicht als Lokal- so doch als Regionalmatador gelten kann, wurde in 3:29:37 Stunden Vierter.

Foto
Sieger und Siegerinnen des Gmünder Tagespost Rechberglaufs (von links: Andreas Ruf, Werner Röhrich (Vertreter der Gmünder Tagespost), Marion Hofmann, Lena Kopp, Allessandro Collerone, Hauke Dutschak, Erich Wenzel (Organisationsleiter Alb Marathon)

Bei den Frauen landete Birgit Lennartz einen sicheren und weit weniger dramatischen Start/Ziel-Sieg in einer Zeit von 4:16:35 Stunden. Birgit Lennartz ist als 14-fache Deutsche Meisterin (100 km- Straßenlauf, Marathon, Berglauf und Crosslauf) und aufgrund zahlreicher international bedeutsamer Siege die erfolgreichste deutsche Ausdauerläuferin vor allem der 90er Jahre. Den zweiten Platz belegte Katrin Schwarzmaier aus Winterbach in 4:26:49 Stunden vor Andrea Calmbach (DJK Schwäbisch Gmünd), die beim Alb Marathon früher bereits dreimal Erst- oder Zweitplazierte war, in 4:27:25 Stunden.

Am Walking Wettbewerb über 30 km nahmen 14 Walker und 35 Nordic Walker teil, die sich der anspruchsvollen Strecke über Hohenstaufen, Asrücken, Metlangen und durch das Hölltal stellten. Ihre Leistung demonstriert einmal mehr, dass (Nordic) Walking eine echte Sportart ist. Die Zeiten für diese Leistung reichten beim Nordic Walking von 3:24 Stunden (Helmut Wimmer, Skiclub Kapfendorf) bis 5:14 Stunden, was immer noch hinreichend sportlich ist und in der Durchschnittszeit sogar schneller und sportlich hochwertiger als die langsamsten 50 km- Läufer, die lange nach Zielschluss ankamen.

Der 25km Gmünder Tagespost Rechberglauf entwickelt sich mit einer seit Jahren ungebrochenen Zunahme der Teilnehmer immer mehr zum eigenständigen und regional prestigeträchtigen Wettbewerb. Auch dieses Jahr platzte der Rechberg beinahe aus den Nähten, als sich neben den 350 25 km Läufern wieder viele Schaulustige auf dem Gmünder Hausberg einfanden.

Den 25 km langen Berglauf mit 780 Höhenmetern gewann diesmal Hauke Dutschak aus Winnenden, der Alb Marathon Zweitplazierte des Jahres 2006, der bereits 2006 und 2007 durch seinen mutigen und schnellen Antritt an Hohenstaufen und Rechberg aufgefallen war und sich nun ganz auf diesen Streckenteil konzentriert hat. Hier darf man von einem Favoritensieg sprechen. Bei den Damen siegte Lena Kopp (Triathlon Team, Staufen, weibliche Jugend A), die den Rechberglauf bereits 2005 einmal gewonnen hatte. Sie setzte mit ihrer Siegerzeit von 1:57:21 Stunden auch einen qualitativen Akzent.

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