Sternlauf zum Weltfinale der Leichtathletik - Die Region bewegt sich

Eine zusätzliche Laufeinheit legen zahlreiche Läufer/Innen aus der Region Stuttgart am Sonntag (14. September) ein. Sie tun dies freiwillig – und das aus gutem Grund. Denn das Ziel des Sternlaufs wird die Mercedes-Benz Arena in Stuttgart-Bad Cannstatt sein, wo am 13./14. September zum dritten Mal in Folge das Weltfinale der Leichtathletik ausgetragen wird.

Am Sonntag werden sich Gruppen von sieben Startpunkten aus in Bewegung setzen (Leonberg, Ludwigsburg, Winnenden, Remshalden, Ebersbach, Leinfelden-Echterdingen und Sindelfingen) und sternförmig in Richtung Mercedes-Benz Arena laufen. Entlang der jeweiligen Strecke werden verschiedene Einstiegspunkte angeboten.

Schon einmal hat es einen solchen Sternlauf nach Stuttgart gegeben – im Jahr 1993 anlässlich der Leichtathletik-Weltmeisterschaft, die als stimmungsvolle Welttitelkämpfe in Erinnerung geblieben sind. „Auch damals gab es einen Sternlauf zum Stadion – als Signal für die Kernsportart Leichtathletik und die Verbindung von Leistungssport und Breitensport“, sagt Andreas Kroll, Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart. „Noch heute erinnern sich viele gerne an diese Veranstaltung zurück. Das Weltfinale ist ein toller Anlass, noch einmal einen Sternlauf durchzuführen“, sagt Rolf Schneider, Eventdirektor für das Weltfinale bei der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart.

Da Stuttgart der bislang letzte deutsche Austragungsort einer Leichtathletik-WM war, wird am Sonntag nach dem letzten Wettkampf das Staffelholz symbolisch von Stuttgart an Berlin übergeben. Bei dieser Übergabe sollen die Sternlauf-Teilnehmer im Innenraum der Mercedes-Benz Arena Spalier stehen.

Leinfelden-Echterdingen war anlässlich der Leichtathletik-WM 1993 in Stuttgart am Patenschaftsmodell beteiligt. „Die damals handelnden Personen denken heute noch gerne an die Begegnungen mit den Sportlern aus Lesohto zurück“, sagt Roland Klenk, Oberbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen: „Daher finde ich es eine schöne Geste, mit dem Sternlauf und der Staffelübergabe an diese Veranstaltung im Rahmenprogramm zu erinnern.“ Leinfelden-Echterdingen wird am Sonntag einer der sieben Startorte sein. Um 9 Uhr werden die Läufer am Filderstadion (Echterdingen) auf ihre 21 km lange Reise geschickt, wobei um 9.40 Uhr die Teilnehmer, die ab Stuttgart-Plieningen mitlaufen wollen, hinzustoßen werden (Stadtbahnhaltestelle Wollgrasweg).

Stern

Der erste Startschuss fällt bereits um 8 Uhr morgens – und zwar im Landkreis Göppingen. Am Ebersbacher Bahnhof (Parkplatz Wilhelmstraße) beginnt die längste Strecke des Sternlaufs; die Läufer haben dabei rund 30 km zurückzulegen. „Mit dem Sternlauf zum Weltfinale der Leichtathletik strahlt ein Sportereignis von herausragender Bedeutung von der Landeshauptstadt Stuttgart zu uns nach Ebersbach und in den Landkreis Göppingen aus. Wir freuen uns sehr darüber, als Startort für den Sternlauf dabei sein zu können“, sagt Edgar Wolff (Bürgermeister von Ebersbach an der Fils). Weitere Möglichkeiten, sich der Läuferriege anzuschließen, gibt es in Reichenbach/Fils (Bahnhof, Bahnhofstraße/8.30 Uhr), in Plochingen (Kreissparkasse/Am Fischbrunnen 3/9.20 Uhr) und in Esslingen (Bahnhofsplatz/10.45 Uhr).

„Die Idee, bei einem internationalen Großsportereignis in Stuttgart die ganze Region einzubeziehen, ist klasse“, sagt der Landtagsabgeordnete Peter Hofelich (Vizepräsident Region Stuttgart und Vorstandsmitglied der SportRegion Stuttgart): „Überall im Neckar-, Fils-, Rems-, Glems- oder Enztal wird Sport groß geschrieben. Wir im mittleren Neckarraum sind im Breitensport und im Spitzensport traditionell stark. Der Sternlauf zeigt, dass wir beides wollen: unsere Region als Austragungsort herausragender Sportveranstaltungen und unsere Region als eine beispielhafte Verdichtung von engagiertem Sport für alle. Sport auch als bewusstes Leben in der regionalen Heimat. Unser Verband Region Stuttgart ist die politische Klammer für diesen auch sportlich selbstbewussten Ballungsraum!“

Die zweitlängste Strecke beginnt in Sindelfingen. Hier werden die Teilnehmer um 8.15 Uhr vom Marktplatz aus auf die 27-km-Route geschickt. Auf dieser Strecke besteht noch in Stuttgart-Vaihingen (Universität, S-Bahn-Haltestelle/10 Uhr) eine Einstiegsmöglichkeit. „Der Sternlauf führt durch alle Landkreise der Region Stuttgart und hat somit eine symbolische Strahlkraft“, äußert sich in diesem Zusammenhang Sindelfingens Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer, der Vorsitzender der SportRegion Stuttgart ist.

„Ich hoffe, dass die Teilnehmerzahl am Sternlauf möglichst hoch sein wird, um die gewünschte symbolische Strahlkraft für die regionale Idee zu erreichen“, sagt Leonbergs Oberbürgermeister Bernhard Schuler. 24 km sind’s von Leonberg aus bis zur Mercedes-Benz Arena. Startzeit für die Leonberger Gruppe ist 8.45 Uhr (Sportgelände der TSG Leonberg). Diese Route macht Station in Ditzingen (Bahnhof, Parkplatz Stuttgarter Straße/9.30 Uhr) und in Stuttgart-Weilimdorf (SG-Sportgelände/10 Uhr). In Ludwigsburg geht es um 9.15 Uhr am Parkplatz des Jahnstadions los (Bebenhäuser Straße). Die ebenfalls 21 km lange Strecke führt über die Stationen Remseck-Aldingen (Kreuzung Brückenstraße-Neckarstraße/10.15 Uhr) und Stuttgart-Münster (Unterführung unter der Löwentorstraße/11 Uhr).

„Aus terminlichen Gründen bin ich am 14. September leider verhindert, was ich sehr schade finde. Der Sternlauf ist eine super Idee und es ist eine tolle Atmosphäre zu erwarten“, sagt Reinhold Sczuka (Bürgermeister von Althütte und Mitglied des Rems-Murr-Bürgermeisterteams „Laufen“). Im Rems-Murr-Kreis wird es eine Besonderheit geben. Dort geht es um 9 Uhr sowohl in Winnenden (Bahnhof, Karl-Krämer-Straße/23 km) als auch in Remshalden-Grunbach (Bahnhof, Bahnhofstraße/21 km) los. Nachdem die Grunbacher Gruppe in Weinstadt-Endersbach weitere Läufer aufgenommen hat (Endersbacher Remsbrücke am neuen Bootsanleger/9.45 Uhr), werden beide Läuferriegen in Waiblingen vereint (Sportpark des FSV Waiblingen/10.30 Uhr).

Gemeinsam geht es dann über die Station Fellbach (Innenhof des Rathauses/11.20 Uhr) in Richtung Stuttgart-Bad Cannstatt. „Unvergessen ist die Leichtathletikweltmeisterschaft 1993 in Stuttgart. Stuttgart und die Region zeigten sich weltoffen und sympathisch, der Sternlauf zur Eröffnung war ein großartiges Erlebnis. Remshalden war damals Gastgeber für zwei Läuferinnen aus Guatemala und Malaysia, die bei der WM für ihr Land starteten“, sagt Remshaldens Bürgermeister Norbert Zeidler: „Die Faszination Leichtathletik ist bis heute ungebrochen. Ich freue mich deshalb sehr, dass erneut ein Sternlauf organisiert und Remshalden einer der Startorte sein wird.“ Und Bernhard Fritz (Oberbürgermeister von Winnenden) ergänzt: „Unvergessen sind bei uns die Begegnungen mit den Sportlerinnen und Sportlern aus Costa Rica und Botswana, für die Winnenden die Patenschaft bei der Leichtathletik-WM 1993 übernehmen durfte. Der Sternlauf zum Weltcupfinale erinnert an dieses Ereignis.“

Doch was passiert am Sonntag am Zielort? „Wir haben die Zeiten so berechnet, dass alle Gruppen etwa kurz nach 12 Uhr an der Mercedes-Benz Arena eintreffen sollten“, sagt Gerhard Müller, der Geschäftsführer des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes (WLV). In Stuttgart-Bad Cannstatt geht dann das Lauferlebnis für die Teilnehmer weiter.

Geplant ist, dass der Läufertross soweit als möglich gemeinsam in die Arena einläuft. „Vom Stuttgarter-Zeitung-Lauf wissen wir, welch hohen Stellenwert für die Sportler das Einlaufen in dieses tolle Leichtathletik-Stadion hat“, sagt Gerhard Müller. Danach haben die Läufer die Möglichkeiten, sich zu duschen und das Weltfinale der Leichtathletik anzuschauen. Denn verbunden mit der Teilnahme am Sternlauf ist der kostenlose Eintritt zum Weltfinale. Ferner berechtigt die Eintrittskarte zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Anschluss an das Weltfinale.

Ganz nebenbei können die Läufer auch noch etwas gewinnen: Unter den Teilnehmern werden zahlreiche Preise verlost – u.a. dreimal zwei Eintrittskarten für die Leichtathletik-WM in Berlin und sieben Mal je zwei Karten für den Stuttgarter Sparkassen-Cup 2009. Die Gruppe mit den meisten Teilnehmern erhält zehn Freistarts für den Stuttgarter-Zeitung-Lauf 2009 und es wird derjenige Sportkreis, der die meisten Läufer mobilisieren kann, als „sportlichster Landkreis“ ausgezeichnet.

Im Übringen haben die Läufer die Möglichkeit, ihre Sporttaschen am jeweiligen Einstiegsort abzugeben. „Diese werden dann via Shuttle-Bus zum Ziel gebracht“, sagt Rolf Schneider, Eventdirektor für das Weltfinale bei der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart. Auf allen Strecken gibt es Begleitläufer, die das Tempo vorgeben. Zudem besteht bei den Einstiegsorten die Möglichkeit, etwas zu trinken – und das alles ist für die Läufer kostenfrei. „Im Normalfall ist die Teilnahme an einem Lauf mit Kosten verbunden. Beim Sternlauf wird hingegen keine Startgebühr erhoben und die Läufer können darüber hinaus noch das Weltfinale der Leichtathletik ansehen. Das Besondere ist, dass es sich bei diesem Sternlauf nicht um einen Laufwettkampf handelt, sondern das gemeinsame Lauferlebnis im Vordergrund steht“, sagt WLV-Geschäftsführer Gerhard Müller.

Alle Informationen zum Sternlauf sind im Internet unter www.sternlauf-stuttgart.de zu finden. Anmeldungen werden allerdings keine mehr angenommen, denn die Kapazitätsgrenze ist bei über 1.000 angemeldeten Läufern inzwischen erreicht. Für noch offene Fragen gibt es beim WLV eine Extra-Hotline (Telefon: 0700-28 07 77 77).

Der Sternlauf ist ein Gemeinschaftsprojekt der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart, des WLV und der SportRegion Stuttgart.

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