Anti-Doping 2008

Doping im Leistungssport hat im letzten Jahr aufgrund der Vorkommnisse im und um den Radsport einen neuen Höhepunkt erreicht. Umso wichtiger ist es, dass sich Athletinnen und Athleten frühzeitig mit der Problematik des Dopings auseinandersetzen, die Gefahren des Dopings erkennen und durch präventive Anti-Doping-Maßnahmen vom Konsum derartiger Wirkstoffe abgehalten werden.

Der Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) hat im letzten Jahr seine Bemühungen im Kampf gegen Doping nachhaltig intensiviert. Auf der Basis der von der Mitgliederversammlung des LVS verabschiedeten Anti-Doping-Resolution hat das Präsidium des LSV folgende, die Landesfachverbände betreffenden Anti-Doping-Maßnahmen beschlossen:

1. LSV-Maßnahmen:

a) Fortbildungsmaßnahmen für die mit der Dopingbekämpfung betrauten Mitarbeiter der Fachverbände (Trainer, Verbandskoordinatoren, Verbandsbeauftragte, Verbandsärzte). Als Referenten werden Fachleute benannt und eingesetzt (Referenten-Pool). Im Rahmen des Anti-Doping-Forums am 30.11. und 01.02.2007 hatte der LSV die Anti-Doping Beauftragten, Trainer, Athleten und Funktionäre der Landesfachverbände zu einem Anti-Doping-Workshop nach Baden-Baden eingeladen. Eine weitere Fachtagung wird am 16.02.2008 im SpOrt Stuttgart stattfinden, zu der die Lehrreferenten/-warte der Landesfachverbände und der regionalen Sportbünde sowie die Anti-Doping-Beauftragten der Landesfachverbände eingeladen werden.

b) Aufstellung einer Liste von Medizinern (Ärzte-Pool) mit Erfahrung in der Doping-Bekämpfung und mit dem NADA-System. Der LSV wird in Kürze diese Liste präsentieren. Im Übrigen können sich Athleten und Trainer wie bereits bisher an die Sportmedizinischen Untersuchungsstellen sowie an die Olympiastützpunkte wenden, die den Kontakt zu entsprechend qualifizierten Kontaktpersonen vermitteln können.

c) Abklärung der Möglichkeiten zur Intensivierung der Dopingthematik in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Übungsleitern und Trainern zusammen mit den Sportbünden und den Fachverbänden. Ziel dieser Maßnahmen ist es auch bei Trainern und Übungsleitern, die häufig die ersten Ansprechpartner für Athleten darstellen, die Problematik des Dopings, insbesondere den potentiellen gesundheitlichen Risiken der Dopingsubstanzeinnahme näher zu bringen.

2. Der LSV verpflichtet die Landesfachverbände, die bereits bekannt gegebenen Ergänzungen zur Umsetzung des NADA-Codes in die Satzung und im Verbandsregelwerk, soweit nicht bereits geschehen, bis 31.12.2008 (spätestens bis zur nächsten Mitgliederversammlung) zum Abschluss zu bringen.

Dieser Pflicht ist der Württembergische Leichtathletik-Verband bereits nachgekommen. Die Satzungen und Ordnungen des WLV wurden bereits auf dem Verbandstag im November 2006 und der Verbandsratssitzung im März 2007 an die Vorgaben des NADACodes angepasst.

3. Die Fachverbände werden aufgefordert

a) eine geeignete Person als Anti-Doping-Koordinator oder –Beauftragten zu benennen und deren Aufgaben und Befugnisse zu beschreiben,

b) bis 31.12.2007 ein sportartspezifisches Anti-Doping-Konzept (Doping-Präventionskonzept) zu entwickeln und in ihre Strukturpläne zu integrieren,

c) in ihre Jahresplanung Maßnahmen zur Dopingprävention, wie z.B. Informations- und Aufklärungsveranstaltungen zur Förderung der Reflexions- und Entscheidungsfähigkeit für Trainer, Athleten, Eltern, Lehrer und Mediziner aufzunehmen,

d) Athletenvereinbarungen mit allen D- und D/C-Kader-Mitgliedern abzuschließen (Kadervereinbarungen) und die individuelle Beratung der Athleten sicherzustellen.

Sämtliche unter 3. genannten Maßnahmen wurden bereits umgesetzt bzw. befinden sich derzeit in der Umsetzung.

Dr. Heiko Striegel
Anti-Doping-Beauftragter des WLV

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