Neue Leichtathletikhalle in Ulm

Tolle Neuigkeit für die Leichtathletik in Württemberg: Mit einer Pressekonferenz wurde in Ulm die Messehalle 4 mit ihrem neuen Tartanbelag an die Leichtathleten in und um Ulm übergeben.

Bild

Rund 200.000 Euro haben sich die Messe und die Stadt Ulm den neuen Belag kosten lassen, der der Halle 4 eine deutlich hellere und wärmere, für Messezwecke deutlich attraktivere Atmosphäre verleiht und den Leichtathleten deutlich bessere Trainingsbedingungen sichert. „Aus einem schönen Provisorium ist eine professionelle Trainingsstätte geworden“, befand der neue Leistungssportdirektor der ARGE, Sven Rees. Statt der bisher in mühevoller Arbeit verlegten Tartanbahnen und aufgebauten Anlaufstege liegt jetzt ein 13 mm dicker Belag mit festem Einstichkasten und Weitsprunggrube. Der bisherige oft tagelange Auf- und Abbau entfällt, und die Halle kann außerhalb der Messezeiten deutlich länger genutzt werden. Ideale Voraussetzungen also für das Training des SSV Ulm 1846 und der etwa 20 Kaderathleten, die die Ulmer mehr oder weniger regelmäßig als Stützpunkt nutzen. „27 Jahre haben wir auf eine solche Halle gewartet“, freute sich der Ulmer Stadverbandstrainer Wolfgang Beck, der just an diesem Tag Geburtstag feierte, über das seltene Geschenk.

Tags darauf unterzogen fast 230 Athleten bei den Regionalmeisterschaften den neuen Belag einem ersten Test und zeigten starke Leistungen. Unter den Augen des Ulmer Messechefs Jürgen Eilts und des Schul- und Sportamtsleiters Gerhard Semler zeigte sich Zehnkämpfer Arthur Abele angriffslustig: Gerade erst eine Woche vom Malediven-Urlaub zurück, zauberte er mit 7,96 Sekunden über 60 m Hürden im Alleingang eine neue persönliche Bestzeit auf die Bahn. Auch im Stabhochsprung lagen die erreichten 4,60 m nur knapp unter Bestleistung, lediglich der Filstäler Stephan Munz und der Eltinger Leo Lohre kamen als Spezialisten mit 4,80 m noch höher. Anna Schutze überwand beim ersten Wettkampf des Jahres 4,00 m. Im Kugelstoßen verbesserte sich der 17-jährige Matthias Dohn aus Bad Überkingen gegenüber dem Sommer um fast zwei Meter und kam mit 17,91 m der Hallenwand bedrohlich nahe.

Bei den Frauen wurde Stefanie Saumweber in Abwesenheit von Ulrike Hebestreit ihrer Favoritenrolle gerecht. Sowohl über die 60 m Hürden als auch im Flachsprint kam sie mit 8,65 bzw. 8,06 Sekunden ihren Bestzeiten nahe und siegte jeweils dicht gefolgt von Jana Beh mit 8,84 bzw. 8,09 Sekunden, die damit den A-Jugendwettbewerb für sich entschied. Bei der männlichen A-Jugend zeigte sich der Staufener Mehrkämpfer Andreas Treß schon sehr stark und siegte in 8,09 Sekunden über die Hürden und im Weitsprung mit Tagesbestweite von 6,93 m. Ein Mammutprogramm absolvierte bei der männlichen B-Jugend der Illerriedener Mathias Brugger. Das Zehnkampftalent überzeugte mit neuen Bestleistungen von 1,95 m im Hochsprung, 8,51 Sekunden über die Hürden und 13,33 m im Kugelstoßen. Im Stabhochsprung siegte der ehemalige deutsche Schülermeister Marc-Dominik Klaschka (Filstal) mit 4,00 m ebenso wie im Hürdensprint mit 8,42. Bei der weiblichen Jugend B gab es über die 60 m Hürden einen Doppelsieg für den SSV 46: Jana Tromsdorf lag schließlich mit 8,86 Sekunden knapp vor Lisa Deschle, die mit 8,93 ihre Bestleistung pulverisieren konnte. Im Sprint und Weitsprung mussten sich die SSV-Mädels jeweils der Staufenerin Alexandra Kitzenmaier beugen, die mit 8,00 Sekunden bzw. 5,68 m vorn lag.
chu

Zurück 

Unsere Partner

Top Events

Deutsche Hallenmeisterschaften 2018Leichtathletik-EM 2018

AKTUELL

WLV Bestenliste

WLV-Bestenliste

Cosa Win

CosaWin