Zum Jubiläum gibt’s Weltklasse und eine spektakuläre Mixtur in 14 Disziplinen

Premiere zum Jubiläum – erstmals präsentiert sich Ariane Friedrich in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle und die dynamische Hochspringerin ziert als Titelmotiv das aktuelle Sparkassen-Cup-Plakat. Athletenkoordinator Alain Blondel setzt große Hoffnungen auf einen hochkarätigen Hochsprungwettbewerb bei den Frauen. „Da ist bestimmt Musik drin“, sagt er und lacht.

Klar ist inzwischen, dass Ariane Friedrich, Hallen-Europameisterin 2009 und Dritte bei der Heim-WM 2009 in Berlin, auf die Schwedin Emma Green treffen wird. Die Chance für eine Revanche – denn bei den diesjährigen Europameisterschaften in Barcelona sicherte sich Green mit persönlicher Bestleistung (2,01 m) die Silbermedaille vor Ariane Friedrich. 2,06 m stehen als Bestleistung für die deutsche Hochspringerin zu Buche - aufgestellt am 14. Juni 2009 in Berlin; damit liegt sie auf Rang 4 der ewigen IAAF-Weltbestenliste.

Höhenflüge hat die Hanns-Martin-Schleyer-Halle in den vergangenen Jahren schon viele erlebt. Denn die Stabhochsprung-Wettbewerbe bei den Frauen und den Männern begeistern das Publikum immer wieder aufs Neue. Bei den Männern zählt sicher Europameister Renaud Lavillenie zu den Favoriten. 2009 holte sich der Franzose den Titel in der Halle und in diesem Jahr siegte er mit 5,85 m unter freiem Himmel im wunderschönen Barcelona. Alain Blondel ist von der Technik und Sprungkraft seines Landsmanns überzeugt: „Mit seinen 1,77 m ist Lavillenie der bislang kleinste Stabhochspringer, der die Sechsmetermarke übersprang – selbst der Weltrekordhalter Sergey Bubka sieht ihn als seinen Nachfolger!“

Aus dem starken deutschen Stabhochsprung-Team sind auf jeden Fall Fabian Schulze, Raphael Holzdeppe und Malte Mohr mit dabei. Alain Blondel: „Mit seinen 5,90 m ist Malte Mohr weltweit der drittbeste Stabhochspringer 2010. Zusammen mit Lavillenie haben sie das Potenzial sich auf unglaubliche Höhe zu schwingen und den aktuellen Meetingrekord von 5,88 m, den Björn Otto 2007 aufgestellt hat, anzugreifen.“

Bei den Frauen verzauberte im Februar 2009 Fabiana Murer die Leichtathletik-Fans. Die Brasilianerin besiegte nicht nur die polnische Weltmeisterin Anna Rogowska sondern stellte mit 4,81 m gleich einen neuen Meetingrekord auf. Die acht Jahre alte Bestmarke hatte einst Swetlana Feovanowa am 2. Februar 2002 mit ihrem damaligen Weltrekordsprung über 4,71 m aufgestellt. „Wir freuen uns sehr, dass Fabiana Murer in diesem Jahr wieder in Stuttgart springt. Sie hat sicher viele schöne Erinnerungen an den Wettkampf“, sagt Blondel.

Mit Silke Spiegelburg und Lisa Ryzih sind die Silber- und Bronzemedaillen-Gewinnerinnen der EM von Barcelona in Stuttgart am Start. 4,65 m schafften die beiden DLV-Athletinnen. „Die Luft bis zum deutschen Rekord von 4,70 m wird immer dünner“, sagt Blondel.

Der Topstar der diesjährigen Europameisterschaften war Christophe Lemaitre. Der französische Sprintstar sicherte sich drei EM-Titel. Über 100 m, 200 m und mit der Staffel. „Herausragend, einzigartig, fantastisch“, sagt Blondel über Lemaitre: „Mit seiner Bestzeit von 9,97 Sekunden ist er der bisher einzige weiße Sprinter weltweit, der unter 10 Sekunden gelaufen ist.“ Die Leichtathletik-Fans dürfen sich auf den Franzosen freuen und gespannt sein, was er über die kurze Sprintdistanz (60 m) zeigen wird. Konkurrenz gibt es genug: So ist der EM-Zweite Mark Lewis Francis beim Jubiläumsmeeting ebenfalls mit dabei, wie auch Lokalmatador Tobias Unger. Einige Jahre war er der „weiße Topsprinter“ – vor allem über 200 m. Eine Distanz, die er seit 2008 erstmals wieder laufen wird.

Bei den Frauen wird die frisch gekürte Europameisterin Verena Sailer am Start sein, die in diesem Jahr mit dem Bambi ausgezeichnet wurde. Für die Sprinterin eine schöne Ehrung, der sie gleich in diesem Winter mit vollem Tempo auf der Laufbahn gerecht werden will.

Auch der Sprint über die 60 m-Hürden verspricht Spannung und tolle Zeiten. Denn es kommt wieder zum Duell zwischen Dayron Robles (CUB) und David Oliver (USA). 2010 hatte sich Robles in 7,48 Sekunden durchgesetzt, der Amerikaner Oliver musste sich um ein Hundertstel geschlagen geben. Inzwischen hat Oliver eine unvergleichliche Sommersaison hinter sich und ist dabei über 110 m-Hürden fünf Mal unter der magischen 13 Sekunden-Marke geblieben. Den Weltrekord von Robles hat er nur um zwei Hundertstel verpasst. Nun geht die Jagd in der Halle auf den legendären Weltrekord von Colin Jackson - aufgestellt 1994 in Sindelfingen – weiter.

8,47 Meter – das ist die bislang wohl wichtigste Zahl in der Leichtathletikkarriere von Christian Reif. Denn der deutsche Weitspringer sicherte sich damit in Barcelona den Europameistertitel. Gold für Reif und Gold für das DLV-Team. Es war eine faustdicke Überraschung, denn Reif hatte vorübergehend sogar das frühzeitige Aus gedroht. Dann aber folgte der „Sprung seines Lebens“ – persönliche Bestmarke und Weltjahresbestleistung. Mit 23 Zentimetern Vorsprung gewann Reif vor Kafétien Gomis aus Frankreich und dem Briten Chris Tomlinson. „Er will in Stuttgart gewinnen“, sagt Blondel. „Er ist ehrgeizig und auf Sieg programmiert“. Mit Irving Saladino wartet der Olympiasieger von 2008 auf Christian Reif. Es sind die beiden besten Weitspringer 2010 – mal sehen, wem der perfekte Sprung in die Grube und auf Platz 1 gelingt.

Quelle: Pressemitteilung in.Stuttgart

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