Heißer Limbo und mutige Akrobatik

Immer dann, wenn Hürdenidol Harald Schmid und sein „Kinder-stark-machen-Team“ die blaue Bahn ausrollt, ist sportlicher Spaß im höchsten Maß garantiert. Am dritten Advent profitierten die Kids der TSG Münsingen davon.

Vorbei sind die Zeiten, wo mit erhobenem Zeigefinger, irgendwelchen viel versprechenden Verboten oder mit furchteinflößenden Totenkopfbildchen gute Suchtprophylaxe betrieben wird. Vorbei ist auch die Zeit, wo Harald Schmid`s Hauptaugenmerk seinem Training und dem Leistungssport galt. Das Hürdenidol hat im „Kinder-stark-machen-Team“, welches in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nachhaltige Suchtprophylaxe betreibt, eine neue Lebensaufgabe gefunden.

Schnell wird allen Beteiligten klar, dass er dies mit dem gleichen Ehrgeiz und Erfolg betreibt, wie einst seinen Leistungssport. Während einige seiner „Starkollegen“ mit dicken Autogrammstapeln durch die Lande ziehen, zieht Schmid es heute vor, Werte zu vermitteln, um Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass sie auch ohne Drogen stark sind.

Schlagwörter wie „Gefühle“, „Mut“, „Anerkennung“, „Vorbilder“, „Miteinander“ oder „Vertrauen“, spielten auch beim Münsinger Aktionstag, zu dem von der TSG auch zehn Kinder der TuS Metzingen eingeladen waren, eine ganz große Rolle. Bekamen die Kids doch etwas mulmige Gefühle, als sie ihrem großen Vorbild Harald mit ganzem Mut aber dennoch mit vollem Vertrauen über die brennenden Hürden folgten, um miteinander applaudierende Anerkennung zu kassieren. Nicht erst bei dieser Übung wurde den Kids bewusst, dass nicht Harald der große Star des Tages ist, sondern sie selbst. „Unglaublich, was die Kinder innerhalb kürzester Zeit einstudiert haben“, so eine begeisterte Mutter in den Zuschauerrängen.

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In verschiedenen Workshops erlernten die Kinder spielerisch verschiedene Techniken aus dem Leichtathletik- und Akrobatikbereich. Herausgekommen ist eine Show, die das Publikum gut 45 Minuten begeisterte. „Kinder stark machen“ stand in dicken Buchstaben auf den Shirts der Kids und vermittelte Zusammenhalt, egal ob bei der Leiternpyramide, dem schwebenden Astronauten Moritz oder beim Hürdensprung.

„Kinder brauchen Vorbilder“, ist sich der promovierte Sportwissenschaftler Schmid, der die Show als schnellster Nikolaus Deutschlands eröffnete, sicher. Und als alter Hase in der Leichtathletik weiß er natürlich auch: „Leichtathletik macht Kinder stark. Untersuchungen hätten gezeigt, dass Trainer eine ganz große Vorbildfunktion einnehmen. „Steht der Trainer mit der Kippe am Spielfeldrand, geht’s daneben“, ist sich der Olympiamedaillengewinner sicher.

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Moderator Heiner Kötter gelang es immer wieder, ohne erhobenen Zeigefinger das Thema „Kinder stark machen“ im Bezug auf Sucht und Drogen aufzugreifen, so dass die Kinder nicht nur die sportlichen Elemente des Tages, sondern auch Gedanken zum Thema Drogen mit nach Hause nehmen konnten. Für die Eltern, Trainer und Funktionäre, lag jede Menge Infomaterial bereit. Jugendleiterin Sabine Zeller-Rauscher ist sich wie Harald Schmid auch sicher, dass gute Vorbilder einen ganz wesentlichen Beitrag in der Entwicklung der Kinder leisten. Deshalb will sie auch in Zukunft daran festhalten, dass zum Beispiel bei sämtlichen Veranstaltungen, welche die TSG Leichtathletik veranstaltet, kein Alkohol ausgeschenkt wird.

Im Anschluss an den offiziellen Teil demonstrierte der Film „TSG-Leichtathletikimpressionen 2010“ ganz deutlich, dass sich hinter der TSG-Leichtathletik ein starkes Team verbirgt, welches nur die Droge „Sport“ braucht um glücklich zu sein.

Bericht und Fotos: Sabine Zeller-Rauscher

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