Wie Nadine Hildebrand von Nytras Wechsel profitiert

Olympische Spiele in London 2012; das ist das große Fernziel der beiden derzeit stärksten Hürdensprinterinnen Deutschlands, Carolyn Nytra und Nadine Hildebrand (LAZ Salamander). Nun wechselt die Bremerin nach Mannheim, wovon auch die 23-jährige Eglosheimerin profitieren will.

Nytra, in diesem Jahr die schnellste Hürdensprinterin Europas und die Nummer drei in der Welt, hat ihrem Heimatverein Bremer Leichtathletik-Team den Rücken gekehrt. Völlig überraschend verkündete die 25-Jährige (Bestzeit über 100 m Hürden: 12,57 Sekunden) vorige Woche ihren Abschied, seitdem trainiert sie unter Bundestrainer Rüdiger Harksen im Olympiastützpunkt Rhein-Neckar in Mannheim.

Auch für Nadine Hildebrand (Bestzeit: 12,96) könnte dieser Wechsel positive Folgen haben. „Ich finde das echt gut, wir beiden verstehen uns prima“, freut sich die Athletin des LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg auf die gemeinsamen Trainingseinheiten im Winter und weitere Anreize bei den Landesmeisterschaften. „Da kommt Schwung herein, wo ich früher nur vorausgerannt bin“, brennt Hildebrand auf den direkten Vergleich. Derzeit bereitet sich die angehende Juristin nicht nur auf ihre mündliche Prüfung des 1. Staatsexamens vor, auch die Vorbereitung auf die Hallensaison nimmt sie voll in Anspruch. „Gott sei Dank läuft alles nach Plan, bislang keine Verletzungen“, signalisiert das Aushängeschild des SKV Eglosheim Optimismus.

Die Hallen-Europameisterschaft in Paris ist das nächste Ziel, den sechsten Platz aus dem Vorjahr möchte Hildebrand verteidigen. Danach stehen höhere Weihen auf dem Plan: Leichtathletik-WM 2011 in Daegu (Südkorea) und „natürlich“ die Olympischen Spiele 2012 in London. Ein weiter Weg, den es Schritt für Schritt zu erobern gilt. „Ich möchte mich in vielen Kleinigkeiten verbessern“, sagt Hildebrand, die insbesondere mit ihrem Start noch nicht zufrieden ist.

Die Möglichkeit, zusammen mit Carolin Nytra zu trainieren, gibt es beim nächsten Kader-Lehrgang in Mannheim. Nach Weihnachten soll es häufiger in die Rhein-Neckar-Metropole gehen. In den Wettkampfbetrieb einzusteigen, hat sie - nicht zuletzt wegen des Prüfungsstresses - erst für Ende Januar geplant. Der Sparkassen-Cup und das Meeting in Karlsruhe stehen aber fest im Hildebrand’schen Terminkalender.

Perspektiven bieten sich mit dem neuen Hürden-Duo auch auf Landesebene. „Ich freue mich auf die intensive Zusammenarbeit“, gestand Bundestrainer Harksen, einst selbst überaus erfolgreich im Lurchi-Trikot. Nytra sei eine Athletin auf Weltklasseniveau, die sehr professionell arbeite. Für Hildebrand eine echte Herausforderung und die einmalige Chance, im harten Konkurrenzkampf persönlichen Nutzen zu ziehen und sich sportlich weiter zu verbessern.

Von Andreas Steimann


Mit freundlicher Genehmigung der Ludwigsburger Kreiszeitung

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