Über Braunschweig zur EM nach Barcelona

Die Deutschen Meisterschaften in Braunschweig (17./18. Juli) weisen den Leichtathletik-Assen am Wochenende den Weg zur Europameisterschaft in Barcelona (Spanien; 27. Juli bis 1. August). Ein DLV-Team von rund 80 Athletinnen und Athleten zeichnet sich ab.

„Wir haben bisher 51 Athleten, die die Norm komplett erfüllt haben. Hinzu kommen vier Staffeln. Ich rechne am Ende mit einem EM-Team von cirka 80 Athleten, dazu kommen 40 Betreuer“, erklärte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen bei einer Pressekonferenz des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) am Donnerstag in Braunschweig.

Unter den Teilnehmern des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes sind heiße Medaillenkandidaten bei der DM in diesem Jahr dünn gesät. Die 9 Medaillen, die im Vorjahr im Ulmer Donaustadion an WLV-Athleten gingen, dürften in Braunschweig wohl nicht zu erreichen sein; zumal mit Christina Schwanitz, Tobias Unger, Marius Broening und Fabian Schulze vier Leistungsträger der Vorjahre in diesem Jahr nicht mehr das Trikot eines WLV-Vereins tragen.

So ruhen bei den Frauen die WLV-Hoffnungen zunächst einmal auf Hürdensprinterin Nadine Hildebrand (LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg). Für sie geht es in Braunschweig nicht nur um eine Medaille, sondern vor allem auch darum, sich hinter der überragenden Bremerin Carolin Nytra eines der EM-Tickets zu sichern. Eine Medaille scheint auch über die lange Hürdenstrecke für Anja Bork vom TSV Gomaringen nicht ausgeschlossen. Hinter Fabienne Kohlmann (LG Karlstadt) und Tina Kron (Saarbrücken), die beide bereits die EM-Norm vorweisen können, gibt es neben Anja Bork aber noch eine ganze Reihe von Kandidatinnen für die Bronzemedaille über 400 Meter Hürden.

Bei den Männer ist Arne Gabius von der LAV asics Tübingen über 5.000 Meter einer der WLV-Titelaspiranten. Er hat allerdings in dem amtierenden 10.000 Meter-Europameister Jan Fitschen einen starken Gegner. Im selben Lauf geht es für seinen Vereinskameraden Filmon Ghirmai noch um das EM-Ticket über 10.000 Meter. Hier ist also ein spannendes Rennen vorprogrammiert.

Über 400 Meter Hürden kann man dem Sindelfingen Stephan Stoll nach seinem starken Auftritt beim Meeting in Biberach durchaus zutrauen, dass er seinen 3. Platz vom Vorjahr in Braunschweig noch verbessern kann. Mit seinen 50,05 Sekunden liegt er auf Rang 2 der aktuellen DLV-Bestenliste.

Für Stabhochspringer Alexander Straub dürfte es sehr schwer werden, seinen Vorjahrestitel zu verteidigen. Aktuell liegt der Springer der LG Filstal mit 5,60 Meter auf Rang 7 der Jahresbestenliste. Im Kugelstoßen geht es für Marco Schmidt vom VfL Sindelfingen sowohl um eine Medaille als auch um das EM-Ticket. Die beiden ersten Plätze dürften nach den bisherigen Leistungen der Saison für Ralf Bartels (Neubrandenburg) und David Storl (Chemnitz) reserviert sein. Schärfster Konkurrenz für Marco Schmidt sowohl um Bronze als auch um das EM-Ticket dürfte der Leipziger Peter Sack sein. Allerdings müsste dazu in Barunschweig für beide auch noch die EM-Norm von 20,20 Meter fallen.

Im Speerwurf könnte mit einem guten Wurf "Altmeister" Peter Esenwein vom LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg nochmals auf einem Medaillenrang landen. Hinter dem in dieser Saison mit 84,38 Meter bislang überragenden Matthias de Zordo (Saarbrücken) gehört Esenwein zu einer Reihe von Werfern, deren Bestweite in diesem Jahr zwischen 79 und 76 Metern liegt.

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