Aktueller Anti-Doping-Newsletter des DLV Nr. 6/2010 vom 1.6.2010

Im aktuellen Anti-Doping-Newsletter finden Sie folgende Themen:
- Blutpass hilft bei Dopingaufdeckung
- Leistungssteigernde Wirkung von HGH nachgewiesen
- Nicht Vitamine, sondern Sport beugt vor
- Nahrungsergänzungsmittel und ihr gefährlicher Inhalt
- TUE-Anträge zu Veranstaltungen von Juni bis September 2010

BLUTPASS HILFT BEI DOPINGAUFDECKUNG

Zu Beginn dieses Jahres hat die WADA ein neues technisches Dokument in Kraft gesetzt. Es beschäftigt sich mit dem Anlegen von Blutprofilen. Den Athleten wird mehrfach im Jahr Blut abgenommen. Die Ergebnisse der Analyse dieses Blutes, bestimmte Blutparameter, werden in einer Datenbank erfasst. Mithilfe mathematischer Verfahren werden individuelle Grenzwerte für jeden Athleten ermittelt. Leistungsmanipulation mithilfe von Dopingmitteln führt dazu, dass diese Grenzwerte überschritten und der Athlet des Dopings überführt werden kann. Natürlich können auch andere Ursachen für die abnormen Blutwerte verantwortlich sein, dies prüfen dann aber Experten. Bei den Radfahrern, die einen solchen Blutpass schon 2008 einführten, wurden so bereits acht Profis des Dopings überführt. Der DLV erstellt in Zusammenarbeit mit der NADA seit 2008 solche Blutprofile von bestimmten Athleten.

LEISTUNGSSTEIGERNDE WIRKUNG VON HGH NACHGEWIESEN

Australische Forscher haben nachgewiesen, dass das Wachstumshormon HGH leistungssteigernde Wirkung hat. Es handelt sich um den ersten wissenschaftlichen Nachweis dieser Art. Demnach führt die Anwendung von HGH zu einer Optimierung der Schnellkraft von Sprintern. Es steigert aber weder Kraft noch Ausdauer und Fitness. HGH steht auf der WADA-Liste der verbotenen Substanzen und Methoden und ist seit 2004 nachweisbar. Im Februar wurde der britischen Rugby-Spieler Newton des Dopings mit HGH überführt.

NICHT VITAMINE, SONDERN SPORT BEUGT VOR

Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung hat auf eine Studie hingewiesen, die beweist, dass durch regelmäßigen Sport Stürzen, besonders im Alter, wirksam vorgebeugt werden kann. Andere Vorbeugungsmaßnahmen, wie etwa die Einnahme von Vitamin D, zeigen dagegen kaum eine Wirkung auf das Sturzrisiko.

NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL UND IHR GEFÄHRLICHER INHALT

Das Zentrum für präventive Dopingforschung der Sporthochschule Köln unter der Leitung von Dr. Hans Geyer beobachtet seit vielen Jahren den boomenden Markt mit Nahrungsergänzungsmitteln mit wachsender Sorge. In den stichprobenartig gekauften Produkten entdeckten die Forscher in etwa jedem sechsten Mittel, das als muskelaufbauend und fettabbauend angepriesen wird, verschreibungspflichtige und im Sport verbotene Substanzen wie etwa Anabolika, Stimulanzien, Peptidhormone oder sogar Mittel gegen Krebs. Athleten, die ein vermeintlich harmloses Pülverchen konsumieren, werden dann plötzlich positiv getestet.

So geschehen etwa bei der russischen Kunstturnerin Gorjunowa oder dem US-Basketballer Lewis. Von den Nebenwirkungen der medizinischen Substanzen ganz zu schweigen. Gewinn bringt das nur den Nahrungsergänzungsmittel- oder Medikamentenfälschern. Das hat auch schon das Bundeskriminalamt auf den Plan gerufen, das massiv aufgerüstet hat, diese fatale und gefährliche Entwicklung zu stoppen. Solange die Netzwerke aber weltweit aktiv sind, ist allein der Verzicht auf solche Produkte für Gesundheit und Dopingkontrolle der sicherste Weg.

TUE-ANTRÄGE VERANSTALTUNGEN VON JUNI BIS SEPTEMBER 2010

Sollten Sie planen, an einer der nachstehend aufgeführten Veranstaltungen teilzunehmen und dafür noch eine eventuell erforderliche medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE) beantragen müssen, gelten die in der Liste angegebenen Antragsfristen. Ob Sie eine TUE beantragen müssen, entnehmen Sie der offiziellen Verbandsseite des Deutschen Leichtathletik-Verbands, Bereich Anti-Doping/Medizinische Ausnahmegenehmigungen/Schemata.

Bitte beachten Sie die Änderungen in der ab 01.01.10 gültigen WADA-Verbotsliste – besonders in Bezug auf den Gebrauch von Beta-2-Agonisten und Pseudoephedrin.

Senioren sollten bei einem geplanten internationalen Start dringend darauf achten, dass nun eine TUE-Antragsfrist von mindestens 28 Tagen vor Veranstaltungsbeginn einzuhalten ist.

DM Senioren I am 26./27. Juni in Kaiserslautern/GER
TUE-Antrag bis spätestens 01.06.10 an NADA

DM Senioren II vom 2. – 4. Juli in Kevelaer/GER
TUE-Antrag bis spätestens 08.06.10 an NADA

EM Senioren vom 15. – 24. Juli in Nyíregyháza/HUN
TUE-Antrag bis spätestens 17.06.10 an WMA

JWM U 20 vom 19. – 25. Juli in Monston/CAN
TUE-Antrag bis spätestens 24.06.10 an IAAF

EM vom 27. Juli – 1. August in Barcelona/ESP
TUE-Antrag bis spätestens 02.07.10 an IAAF

EA-Cup Marathon am 31. Juli / 1. August in Barcelona/ESP
TUE-Antrag bis spätestens 07.07.10 an IAAF

LK U 18 am 14. August in Borna/GER
TUE-Antrag bis spätestens 21.07.10 an NADA

ISTAF am 22. August in Berlin/GER
TUE-Antrag bis spätestens 29.07.10 an IAAF

YOG vom 14. - 26. August in Singapur/SIN
TUE-Antrag bis spätestens 21.07.10 an NADA

DM Senioren Wurf-Mehrkampf am 21./22. August in Bogen/GER
TUE-Antrag bis spätestens 28.07.10 an NADA

WM Senioren Berglauf am 28. August in Korbielow/POL
TUE-Antrag bis spätestens 27.07.10 an WMA

DM Senioren Bahngehen am 4. September in Bühlertal/GER
TUE-Antrag bis spätestens 11.08.10 an NADA

IAAF Continental Cup am 4./5. September in Split/CRO
TUE-Antrag bis spätestens 11.08.10. an IAAF

DecaNation am 11. September in Annecy/FRA
TUE-Antrag bis spätestens 18.08.10 an NADA

DAMM-Senioren Endkampf am 11. September in Bad Oeynhausen/GER
TUE-Antrag bis spätestens 18.08.10 an NADA

DM Straße 10 km am 11. September in Ohrdruf/GER
TUE-Antrag bis spätestens 18.08.10 an NADA

DM Gehen 10 km/30 km am 18. September in Gleina/GER
TUE-Antrag bis spätestens 25.08.10 an NADA



Deutscher Leichtathletik-Verband, Alsfelder Straße 27, 64289 Darmstadt
Internet: www.leichtathletik.de, E-Mail: info@leichtathletik.de

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