WLV-Hallenmehrkampfmeisterschaften - Herausragende Talente

ULM – Herausragende Talente und einen dominanten Gastgeber sahen die württembergischen Hallenmehrkampfmeisterschaften in der Ulmer Messehalle. Der SSV 46 sicherte sich drei Einzel- und drei Mannschaftstitel, die LAV asics Tübingen lag einmal im Einzel und drei Mal mit der Mannschaft vorn.
Nachdem die Titelkämpfe durch das am frühen Morgen losgebrochene Schneechaos erst mit Verspätung beginnen konnten, zeigten die württembergischen Mehrkämpfer, dass mit ihnen im Sommer wieder gerechnet werden muss. Obwohl zahlreiche Leistungsträger verletzungsbedingt fehlten, lagen die Siegerleistungen in acht von zehn Altersklassen über dem Vorjahreswert. Allerdings klafften hinter überragenden Siegern oft bedenkliche Lücken auf die folgenden Plätze. So wie hinter dem ersten Titelträger des Wochenendes, Christian Reichle (LG Sigmaringen), der mit 2.896 Punkten über 300 Punkte vor seinen Verfolgern lag. 1,76 m im Hochsprung ragten bei dem großgewachsenen Sigmaringer heraus.



Der überragende Athlet der Meisterschaften war der A-Jugendliche Mathias Brugger, der sich mit seiner Siegerleistung von 5.611 Punkten auf Rang 2 der deutschen Bestenliste schob und sich sich damit nachdrücklich für die U20-Weltmeisterschaften im Sommer in Kanada ins Gespräch brachte. Vor allem die Sprünge des 18-jährigen brachten Trainer Wolfgang Beck zum Jubeln: 2,00 m im Hochsprung waren noch knapp unter Bestleistung, 4,60 m im Stabhochsprung lagen schon drüber, aber mit seinem ersten Siebenmetersprung im Weitsprung gleich auf 7,25 m – das war schon beeindruckend. Einen spannenden Wettkampf auf hohem Niveau lieferten die Männer. Gleich fünf Athleten blieben über der Siegerleistung des Vorjahres. Nach tollen 4,90 m mit dem Stab lag am Ende Felix Hepperle (LG Neckar-Enz) mit 5.306 Punkten vor den Tübingern Johannes Waidelich, Philipp Schellhorn und dem Sieger der letzten Jahre, Sven Bösing. Pech hatte Hochsprung-Ass René Stauss, der nach fünf Disziplinen – unter anderem 2,08 m im Hochsprung – noch auf Siegkurs lag, dann aber im Stabhoch „nullte“. Bei den Frauen war die Ulmerin Stefanie Saumweber konkurrenzlos, lag aber bis zum 800 m-Rennen, das aufgrund des engen Kurses in der Messehalle natürlich langsamer war, auf dem Kurs ihrer Leistung von den deutschen Meisterschaften: 8,50 Sekunden über 60 m Hürden, 1,68 m hoch, 5,85 m weit und am Ende 3.770 Punkte standen zu Buche. Bei der weiblichen A-Jugend siegte Langsprinterin Alexandra Kitzenmaier (LG Staufen) mit 3.404 Punkten vor Corinna Coenning (Tübingen).
Nachdem der deutsche Meister bei der B-Jugend, Julius Sommer, nach einer Verletzung aufgeben musste, sicherten sich seine Vereinskameraden Simon Oberhofer, Marvin Magg und Mario Habedank die Medaillen und natürlich auch die Mannschaftwertung. Der erst 16-jährige Oberhofer sicherte sich nach Bestleistungen von 6,35 m im Weit- und 3,80 m im Stabhochsprung und 14,78 m im Kugelstoßen mit 1,84 m im Hochsprung den entscheidenden Vorsprung. Bei der weiblichen B-Jugend lag Ramona Pitan (Tübingen) mit 3.472 Punkten über 200 Punkte auf ihrer stark verbesserten Vereinskameradin Isabel Mayer. Leonie Frank (TuS Metzingen) gelang bei den 15-jährigen Schülerinnen mit 2.798 Punkten die Titelverteidigung vor der Ulmerin Emelie Henn. Vor allem 12,15 m im Kugelstoßen sicherten den entscheidenden Vorsprung. Mit 2.776 Punkten lag die Siegerleistung bei der W14 von Isabella Marten (VfL Waiblingen) nur knapp niedriger. Marten lieferte mit 8,92 Sekunden über die 60 m Hürden und 1,72 m im Hochsprung überragende Resultate für diese Altersklasse ab. Sieger bei der M15 wurde Benjamin Kuhn (LAZ Salamander), der nach missglücktem Stabhochsprung eine Bestleistung nach der anderen zeigte und mit 4.111 Punkten noch über 100 Punkte Vorsprung herausarbeiten konnte.
chu

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