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Anti-Doping-Newsletter 5/2007
Hallo,

Im aktuellen Anti-Doping-Newsletter finden Sie folgende Themen:

- Im Frühjahr immer wieder: Heuschnupfen – TUE beantragen!
- TUE-Anträge – Verfahren und Schemata
- Anti-Doping-Beauftragte der DLV-Landesverbände

Eine schöne Zeit wünscht Ihnen
Ihre DLV Anti-Doping-Koordinierungsstelle

IM FRÜHJAHR IMMER WIEDER: HEUSCHNUPFEN – TUE BEANTRAGEN!

Alle Jahre wieder, wenn sich die ersten Blüten in die Sonne recken, fängt für viele Menschen das Niesen und Weinen an. Ca. 16 bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Pollenallergie, dem so genannten Heuschnupfen. Männer sind dabei häufiger betroffen, als Frauen. Es handelt sich bei Heuschnupfen um eine Überempfindlichkeit gegen die Eiweißkomponenten bestimmter Pollen. Wenn die Pollen während der Blütezeit in die Luft gelangen, bewirken sie allergische Reaktionen an den Schleimhäuten der Atemwege, Nase und Augen. Die Symptome für Heuschnupfen sind Niesattacken mit starker wässriger Sekretion, Bindehautentzündung mit juckenden, geröteten und tränenden Augen, Juckreiz der Schleimhäute und gar Asthma-Anfälle.

Im Training und Wettkampf ist eine solche Allergie extrem hinderlich und leistungsmindernd. Häufig greifen Athleten dann zu Medikamenten, um die Symptome zu lindern. Nasensprays, Augentropfen, Tabletten (Antihistamine) und Kortisone werden hierfür angewandt. Für starke Allergiker gibt es sogar Injektionstherapien. Gegen Asthma-Anfälle werden Beta-2-Agonisten eingesetzt.

Wenn auch Sie unter Heuschnupfen leiden und dagegen Medikamente einsetzen, dann prüfen Sie bitte unbedingt, ob deren Inhaltsstoffe auf der Verbotsliste stehen. Beantragen Sie in diesem Fall rechtzeitig eine medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE)

TUE- ANTRÄGE – ANTRÄGE UND VERFAHREN

Sollten Sie aus medizinischen Gründen auf die Anwendung eines Medikaments angewiesen sein, das einen Wirkstoff enthält, der auf der aktuellen WADA-Verbotsliste steht, so sind Sie verpflichtet, eine medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE) zu beantragen. Es wird zwischen nationaler und internationaler TUE unterschieden. Ebenso unterscheiden sich Antragsformulare und Verfahren je nach angewandtem Wirkstoff.

Genaue Informationen hinsichtlich Verfahren und anschauliche Übersichten finden Sie wie immer aktuell auf der Homepage des Deutschen Leichtathletik-Verbandes www.leichtathletik.de unter Anti-Doping.

Es ist sehr wichtig, dass Sie es mit dem Beantragen von TUE’s sehr genau nehmen. Für den Fall des Nachweises eines verbotenen Wirkstoffs schützt Sie eine Genehmigung des nachgewiesenen Wirkstoffes als medizinisch indiziert vor dem Vorwurf eines Dopingverstoßes und damit vor einer Wettkampfsperre!

ANTI-DOPING-BEAUFTRAGTE DER DLV-LANDESVERBÄNDE

Nachdem die DLV-Landesverbände Anti-Doping-Beauftragte ernannt haben, fand am Rande der Deutschen Hallenmeisterschaften 2007 in Leipzig die erste Sitzung der Anti-Doping-Beauftragten statt. Dort wurden Aufgaben und Konzeptionen besprochen, Details und Fragen diskutiert und Arbeitsaufträge an die Anti-Doping-Koordinierungsstelle (ADKS) des DLV erteilt. Die ADKS hat den Anti-Doping-Beauftragten nunmehr Informationen, Literaturhinweise, Schulungspläne, Vorschläge für Lehrmaßnahmen sowie Präsentationsvorlagen zugesandt. Damit wurde ein erster Schritt getan, dass die Anti-Doping-Beauftragten nun auch auf Landesebene als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen.